Devisen.
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b) Nach den Währungen: Rubelwechsel-, Francswechsel-
Konto u. a.
c) Zerlegung des Gewinnes in Kursgewinn und Zinsgewinn
durch Einfügung eines Devisenzinsen-Kontos oder periodische
Übertragung des Zinsengewinnes (nachweisbar auf Grund von
Hilfsrechnungen) auf das gewöhnliche Wechsel-Zinsen-Konto.
d) Eine entsprechende Erweiterung des Devisen-Skontros
(besondere Spalte für Courtage, Stempel, Zinsen, Provision).
e) In der Aufstellung S. 210 wurden die Kosten und der Er
lös verbucht. Man findet aber auch eine gesonderte Verrech
nung der Unkosten des Devisenhandels auf Courtage-Konto,
Stempel-Konto (vgl. dazu Verrechnung im Bankgeschäft, Ef
fektenhandel).
Die Nebenkosten, Stempel, Courtage usw. rechnet der
kaufende Bankier als Kommissionär dem Kunden ab, beim Ver
kauf von Devisen hingegen zu. Der Bankier oder der Bank
kunde als Auftraggeber kalkuliert den Anschaffungswert der für
ihn gekauften Devisen durch Addition, den Erlös durch Sub
traktion der Nebenkosten.
Schecks auf ausländische Währung werden auf Devisen-
Konto verrechnet.
Kurswechsel werden gewöhnlich zum Tageskurs des Bu
chungstages, mitunter auch zu einem festen Buchungskurs um
gerechnet. Die gegen den Tageskurs sich ergebenden Unter
schiede werden einem Kursdifferenzen-Konto zu- bzw. abge
schrieben, ein sehr umständliches Verfahren.
24. Abschnitt.
Der Kredit und die Kredit-Konten.
I. Unter Kredit 1 ) versteht man das Hingeben und Empfangen
von wirtschaftlichen Gütern im Vertrauen auf die Zusicherung
künftiger Gegenleistungen [Wagner). Zwischen Leistung und
Gegenleistung liegt ein gewollter erheblicher Zeitraum.
Die Gegenleistung kann in einzelnen Fällen aus rein tech
nischen Gründen nicht unmittelbar der Leistung folgen, z. B
') Vgl. Privatwirtschattslehre, §§ 30 ff.