66
Die Erfoigsbnchfühnmg.
5. Die eingetragene Genossenschaft verrechnet das Geschäftsguthaben
der Genossen auf einem Konto der Geschäftsguthaben,
im übrigen wie die Aktiengesellschaften.
Das Kapital-Konto ist ein Ausgleichskonto, das den Wertunterschied
zwischen Vermögen und Schulden aufnimmt; im
Falle der Überschuldung erscheint dieser Wertunterschied als
,,negatives“ Kapital auf dem Konto links, ebenso der Passivsaldo
eines Gesellschafters, dessen Kapitaleinlage durch Verluste
verbraucht ist.
10. Abschnitt.
Die Technik der Erfolgsverrechnung der doppelten B.
(Vgl. die Formeln II, Seite 31.)
Wertveränderungen des Kapitals:
Schematische Beispiele:
1. a) Geschäftsgründung mit 30000 Mark bar (anfängliches
Kapital = Vermögen).
b) Kapitaleinschuß in Wertpapieren 5000.
c) Kapitalentnahmen in bar 4000.
2. Gewinn durch Warenverkauf (Umsatzgewinn durch Gütertausch)
8000.
3. Zinszahlung an den Darlehnsgläubiger (Gebühr für die Benutzung
fremden Kapitals) 140.
4. Gehälterzahlung, d. i. Verlustausgabe für persönliche Dienstleistungen
500.
5. Wertverluste an Effekten (Kapitalverlust) 243.
G. Zinszahlung eines Darlehnsschuldners (Gewinneinnahmen
für die einem Dritten überlassene Benutzung eigenen Kapitals)
350.
7. Provisionszahlung an einen Kommissionär (Verlustausgabe
für die Vermittlungstätigkeit selbständiger Personen, wie
Kommissionäre, Banken, Makler, Agenten und anderer Vermittler)
25.
8. Ausgabe für Beleuchtung, Heizung, Bureaubedarf, Steuern,
Porto, für Reparaturen und ähnliches (Verlustausgabe für
Verbrauchsgüter, Gebühren für sachliche Leistungen) 400.