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Kolonialaufständcn, Nationaiaufständen, kleinen Nationalkriegen
usw. äußern. Gewiß, die kolonialen Aufstände und die nationalen
Revolutionen (Irland, Indien, China usw.) haben absolut keine
direkte Beziehung zu der sich entfaltenden proletarischen Revolution;
ihr lokaler und unmittelbarer Sinn besteht keineswegs in
der Einführung der Diktatur des Proletariats; das Proletariat
spielt hier im allgemeinen nicht die leitende politische Rolle,
denn es ist äußerst schwach. Aber dennoch bilden diese kolonialen
Aufstände und nationalen Revolutionen einen Bestandteil
des großen revolutionären Weltprozesses, der die ganze Achse
der Weltwirtschaft verschiebt. Denn objektiv sind hier Faktoren
des allgemeinen Zerfalls der kapitalistischen Produktionsverhältnisse
gegeben, eines Zerfalles, der den Sieg der proletarischen
Revolution und der Diktatur der Arbeiterklasse erleichtert.
Die Diktatur des Proletariats kann nicht siegen, wenn das
Proletariat der verschiedenen Länder voneinander isoliert ist.
Deshalb ist schon im Lauf des Kampfes eine Verbindung, eine
Kohäsion, eine Zusammenschweißung, ein Bündnis zwischen allen
entstehenden proletarischen Sowjetrepubliken unumgänglich notwendig.
Schon für die Bourgeoisie ist in der Uebergangsperiodc
ein Weltbündnis objektiv notwendig; notwendig auch in ökonomischer
Hinsicht, denn nur auf diesem Wege kann sie mit der
Krise fertig zu werden hoffen; das Bündnis ist für sie auch in
politischer Hinsicht notwendig, denn nur so kann sie dem Proletariat
Widerstand leisten. Daher ergeben sich die Versuche zur
Schaffung eines „Völkerbundes“. Jedoch der bereits begonnene
Zerfall des kapitalistischen Systems, seine ungeheuerliche Desorganisation,
die Menge der neuentstandenen Reibungen verstärken
die Dezentralisierungs-Tendenzen außerordentlich, und
so erleidet die Bourgeoisie Schiffbruch. Das Element des Zerfalls
überwuchert die organisatorische Vernunft der Bourgeoisie. Für
das Proletariat ist seine ökonomische und politische Einheit eine