Full text : Oekonomik der Transformationsperiode

13*  Bucharin:  Oekonomik,

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Lebensfrage.  Und  da  seine  Teilsiege  (seiner  Diktatur)  eine
Ueberwindung  des  Zerfalles  bedeuten,  so  ergibt  sich  daraus  die
objektive  Notwendigkeit  der  Zusammenfassung  der  proletarischen
Staatssysteme.  In  dem  Maße,  wie  das  ökonomische  und  politische
Gewebe  der  Weltwirtschaft  umgestaltet  wird  und  der  Schwerpunkt ­
  auf  die  proletarischen  Staaten  und  ihr  Bündnis  übergeht,
verändert  sich  das  ganze  Bild  der  Weltwirtschaft.  Die  früheren
Kolonien  und  die  rückständigen  Agrarländer,  wo  keine  proletarische ­
  Diktatur  besteht,  treten  dennoch  in  eine  wirtschaftliche
Verbindung  mit  den  sozialistischen  Industrierepubliken,  Sie
werden  nach  und  nach  in  das  sozialistische  System  hineingezogen,
ungefähr  nach  demselben  Typus,  wie  die  bäuerliche  Landwirtschaft ­
  der  einzelnen  sozialistischen  Länder  hineingezogen  wird.
So  wächst  allmählich  die  Weltdiktatur  des  Proletariats.  Mit
ihrem  Wachstum  nimmt  der  Widerstand  der  Bourgeoisie  ab,
und  die  schließlich  übriggebliebenen  Komplexe  der  Bourgeoisie
werden  sich  wahrscheinlich  mit  allen  ihren  Organisationen  in
corpore  ergeben.*)
Aber  die  Weltdiktatur  des  Proletariats  bedeutet  schon  im
Grunde  genommen  den  Anfang  der  Negation  der  Diktatur  des
Proletariats  überhaupt.  Die  Staatsmacht  der  Arbeiterklasse
wächst  notwendigerweise,  insofern  der  Widerstand  der  kapitalistischen ­
  Gruppen  wächst.  Da  der  Prozeß  der  Entfaltung  des
kapitalistischen  Zusammenbruches  und  der  kommunistischen
Revolution  eine  ganze  historische  Etappe  bedeutet,  eine  ganze
Epoche,  die  auch  eine  Reihe  von  erbarmungslosen  Klassenkriegen,
geschweige  den  Bürgerkriegen  einschließt,  so  ist  es  ja  klar,  daß
Staat  in  einer  solchen  Situation  nicht  absterben  kann.  Sobald
aber  der  entscheidende  Weltsieg  des  Proletariats  zum  Vorschein
')  In  diesen  Fällen,  die,  wie  man  leicht  ersehen  kann,  keineswegs  als
typisch  gelten  dürfen,  findet  ein  völliger  Zerfall  des  Apparates  nicht  statt,
wie  dies  im  typischen  Fall  der  gesellschaftlichen  Transformation  eintritt.
            
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