Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

beruht die ungeheuerliche Theorie von dem positiven Einfluß des 
Krieges, In der Tat, aus dem Vorhergesagten folgt, daß die 
Form des kapitalistischen Gewinns beim staatskapitalistischen 
Regime die Tendenz aufweist, sich in laut Staatspapieren aus 
gezahlte Zinsen zu verwandeln. Diese Papiere stellen in be 
deutendem Grade das Recht auf die künftigen Realwerte dar. 
Zugleich können sie im Umlauf bleiben und sogar in großen Men 
gen angchäuft werden. Aber ihr Vorhandensein ist eine Sache 
für sich, und die objektive Möglichkeit ihrer Realisierung ist 
eine ganz andere Sache. Soweit im Prozeß des Krieges eine Rea 
lisierung des Wertes als die der Einnahmen stattfindet, soweit 
kann sie bezeichnet werden entweder als „Verzehren“ des kon- 
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stanten Kapitals oder als Realisierung der abnehmenden Summe 
des Mehrwertes bei einer Neuverteilung des letzteren in der Rich 
tung der großkapitalistischen Gruppen, Eine große Menge der 
angehäuften Papierwerte sind Wertzeichen, deren Realisierung 
in der Zukunft liegt und einerseits von den Verhältnissen der 
kapitalistischen Reproduktion, andererseits von der Existenz des 
kapitalistischen Systems selbst abhängt. Begreiflich, daß die ge 
waltige Ueberschwemmung mit Papierwerten in ihren verschie 
densten Formen dem realen Arbeitsprozeß absolut inkommen 
surabel werden kann, und unter den Verhältnissen der kapita 
listischen Struktur wird dies zu einem Merkmale ihres Zu 
sammenbruches werden. Auf diese Weise geht die erweiterte 
negative Reproduktion parallel mit der Anhäufung von Papier 
werten. 
Aus dem oben Gesagten folgt aber noch keineswegs die 
Nutzlosigkeit der „Verausgabungen" und die negative Ein 
schätzung der zerstörenden Seite des Prozesses vom kapita 
listischen Standpunkt aus. Jede beliebige kapitalistische Krise 
ist eine zeitweilige Zerstörung von Produktivkräften. Sie 
muß aber beurteilt werden vom Standpunkt des kapitalistischen 
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