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Etat bedrückt, und jedenfalls ist es nützlich, sich immer daran zu
erinnern, daß in dem gleichen Maße, wie die Arbeitszeit und die
Arbeitsleistung der produktiven Arbeiter vermindert wird, auch die
Zahl der Staatsbeamten herabgesetzt werden muß.
Zu den unproduktiven Personen in diesem Sinne gehören, wie be
merkt, neben den Beamten auch die Erwerbslosen und, was noch mehr
ins Gewicht fällt, die an sich produktiven Arbeiter, deren Arbeits
leistung aber auf Grund des Friedensvertrages den Entente
staaten und nicht Deutschland zugute kommt. Daß die Arbeits
losen unter den heutigen Verhältnissen von der Allgemeinheit unter
stützt werden müssen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grade und
für eine gewisse Zeit, läßt sich wohl kaum von der Hand weisen;
diese Unterstützung muß sich aber wesentlich unter dem üblichen
Tagesverdienst bewegen und mindestens zeitweise, vielleicht sogar
kontinuierlich herabgesetzt werden, damit in den Arbeitslosen der
Anreiz zum Aufsuchen neuer Arbeit nicht ertötet wird, wie es bei
Beginn der allgemeinen Erwerbslosenunterstützung Ende 1918 tat
sächlich nur allzu oft vorgekommen ist.
Was die andere Kategorie der unproduktiven Personen, näm
lich die zwangsweise für die Entente arbeitenden Deutschen,
betrifft, so wissen wir ja heute noch nicht absolut genau, welche
Entschädigungen wir zahlen müssen. Nur das eine ist sicher, daß
die Gesamtsumme aller Entschädigungen sich schließlich durch eine
gewisse Zahl von Arbeitern, die gezwungen sein werden, für die
Entente zu arbeiten, ausdrücken muß. Welche Folgen derartige
Verpflichtungen nicht nur für uns, sondern letzten Endes auch für
die Entente selbst haben werden, läßt sich allerdings heute noch
nicht übersehen. Jedenfalls ist es nicht unwahrscheinlich, daß aus
Kreisen der Entente-Industrie selbst sich Widerstand gegen Unter
bietungen durch die deutsche Industrie, die ja gerade durch eine
solche Zwangsarbeit von Deutschen im Dienste der Entente hervor
gerufen werden, bemerkbar machen wird.
Es steht fest, daß wir schon gegenwärtig eine außerordentlich
hohe Zahl von unproduktiven Arbeitern haben. Das aber ist ein
sehr ungesunder und nicht wünschenswerter Zustand. Zur weiteren
Veranschaulichung möge folgendes Beispiel dienen: In einem Wirt
schaftskörper von 100 Personen seien neben den produktiven folgende
unproduktive Personen beschäftigt: