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Durchschnitt der
Jahre 1905—09
Bevölkerung
in Millionen
Ein- und Aust,
in Millionen £
Ein- und Ausf.
auf je 1000 Ein
wohner in £
Deutschland . .
62,2
708,1
11384
England ....
44,1
984,6
22327
Frankreich , . .
39,2
440,1
11228
Ver. Staaten von
Nord-Amerika ,
85,8
611,2
7123
Indien ....
306,7
235,0
766
Japan ....
48,7
87,7
1801
Straits Settlements
0,7
70,6
10085
China ....
300 ')
101,3
337
Die Ziffern für die Straits Settlements treten aus dem
hier gezogenen Rahmen heraus, da der ■— hauptsächlich auf
den Hafen Singapur entfallende — Außenhandel in diesem
Zusammenhang größtenteils als Umschlagsverkehr anzu
sehen ist 1 2 ).
Endlich ist an dieser Stelle noch auf einen Punkt kurz
einzugehen, dem bei einer Betrachtung der asiatischen
Wechselkurse besondere Bedeutung beigelegt werden muß.
Das ist die Frage der Edelmetallbewegung. Die Meinung
über den Zahlungsverkehr Asiens lautet vielfach dahin, daß
dort die Versendung von Bargeld größeren Umfang habe als
in den in dieser Beziehung wirtschaftlicher organisierten
Staaten Europas. Die nachstehenden Zahlen gehen hierauf
näher ein, Die Edelmetallbewegung (Einfuhr und Ausfuhr)
1) Nach Professor Rathgen, Hamburg.
2) Deutsches Handelsarchiv 1910, II, Bericht des Generalkonsulats
Singapur für 1908 ; „Die Straits Settlements sind weder ein Gebiet mit
einem großen Eigenverbrauch von europäischen Waren, noch ein Pro
duktionsgebiet, sondern in der Hauptsache Verteilungsplatz für die
Waren europäischer Herkunft für die malaiische Halbinsel, den malai
ischen Archipel und einige andere Nachbarländer, sowie Stapelplatz
für die Produkte der genannten Gebiete j jeder hier gehandelte Artikel
ist daher Ein- und Ausfuhrartikel zugleich. Der Handel der Kolonie
kann also überhaupt als Durchfuhrhandel angesprochen werden, bezüg
lich der europäischen Waren allerdings nur insoweit, als sie von hier
aus wieder ausgeführt werden, bezüglich der aus den umliegenden Ge
bieten stammenden Produkte aber durchweg.“