Full text: Über asiatische Wechselkurse

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der Wechselkurs sich entsprechend ungünstig gestaltet, 
Auszahlungen auf London verkaufen, also praktisch Gold 
zahlung in England gegen Silberwährungsgeld in den 
Straits. Die Straitsregierung hat im Oktober 1907 von 
dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht. Ein bestimmter 
Kurs, bei dem die Maßregel eintreten müßte, ist nicht fest 
gesetzt. 
Die deutsche Parität des Straits Settlements Dollars läßt 
sich nur auf dem Wege über den Sovereign gewinnen, und 
zwar, da 60 $ = 7 £, durch die Rechnung. 
7 . 20,42946 
60 
sodaß 1 $ = Ji 2,383437 ist. Die Goldverschiffungspunkte 
zwischen Deutschland und Singapur werden theoretisch 
bestimmt durch die Versendungskosten zuzüglich Beschaf- 
fungs- bezw. Verwertungskosten von Pfund-Sterling, jedoch 
sind Edelmetalltransaktionen weder mit Deutschland noch 
mit England verkehrsüblich, „da die Regierung es vorziehe, 
unter Abzug von 3 / 16 d für Verschiffungskosten Gold 
in London in Empfang zu nehmen“. Da 3 / 16 d zirka 
6,78°/ 00 der Parität ausmacht, so entspricht der Satz un 
gefähr den Kosten für das etwas weiter liegende Kalkutta 
mit 7,81°/oo- Durch diese Gepflogenheit der Regierung, die, 
wie erwähnt, als Gegenwert Noten hergibt, wird der Gold 
importpunkt für die Straits auf 2/4 3 / 16 festgelegt. Einen be 
stimmten Goldexportpunkt kennt man nicht, man wird ihn 
jedoch ebenfalls 3 / 16 d von der Parität entfernt, also bei _ 
2/3 13 / 16 suchen dürfen, da die Spesen in der umgekehrten 
Richtung kaum andere sind. Nach Ausweis des Diagramms 
hat sich denn auch der Kurs, abgesehen von der Herbst 
krisis 1907 und den folgenden Monaten nie unter ?/3 13 / 10 
bewegt. Nach der neuesten Veröffentlichung über die 
Straitswährung*) soll die Straitsregierung gegebenenfalls 
Silber zum Satze von 2/3 1 11 / 16 in Singapur aufnehmen gegen 
Auszahlung von Gold in London, Im Oktober 1907 ist dies 
tatsächlich geschehen. 
1) Die Währung in den Straits-Settlements, Kolonialpolitische Stu 
die von * , *, Schraoller’s Jahrbuch, 1912, II.
	        
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