Die Kursgrenzen stellten sich wie folgt:
Kurs für t, t, höchster niedrigster
1907 2/4 3 / 16 2/3 5 / 8
1908 2/3 15 / 18 2/3 b / 8
1909 2/4 1 / 8 2/3 13 / 18
1910 2/4 1 / 8 2/4 1 / 16
Die in 1909 und 1910 vorkommenden extremen Kurse
sind Veröffentlichungsfehler, Hingewiesen sei noch darauf,
daß die den asiatischen Wechselkursen allgemein anhaftende
Stetigkeit bei Singapur besonders stark hervortritt.
Die Außenhandelsziffern *) der Kolonie sind diese:
Einfuhr Mill.
1907
1908
1909
1910
Insgesamt
40,9
36,9
36,6
42,5
Davon aus England
5,8
4,4
3,9
4,6
Britisch-Indien
4,9
4,0
4,0
6,5
Ver, Malayen-Staaten
8,7
8,2
7,8
8,3
Deutschland
0,7
0,6
0,5
0,6
Ausfuhr insgesamt
davon nach
35,6
31,9
32,8
37,8
England
8,8
7,6
7,5
10,2
Britisch-Indien
2,1
1,9
2,0
1,9
Verein. Malayen-Staaten
4,9
5,0
4,7
5,0
Deutschland
0,8
0,7
1,0
1,6
Einfuhr z, Ausfuhr wie 100 zu 87
86
89
89
Die allgemeine Wirtschaftslage in den Straits Settlements
gestaltete sich nach den deutschen Konsulatsberichten
wie folgt:
Das Jahr 1907 nahm für die Straits-Settlements und ihr Hinterland,
die Vereinigten Malayenstaaten, einen ungünstigen Abschluß,
wenngleich die Außenhandelsstatistik höhere Ziffern aufwies. Es
begann mit einem überfüllten Markt in Einfuhrwaren. Hierzu kamen
schädigende Wirkungen der Währungsreform, die im letzten Quartal
durch den unheilvollen Ausgang wilder Spekulationen in Kursverträgen
auf China und in Zinn 2 ) auf Europa äußerst verschärft wurden.
Die Folge war die Zahlungseinstellung von über 30 Firmen und ein 1 2
1) Die amtliche Statistik ist nicht zuverlässig, da die Waren nicht
nach Herkunft aufgenommen werden, sondern dem Lande des Platzes
zugezählt werden, wo sie zum ersten Mal ein- bezw. ausgeladen werden,
Handelsarchiv 1910, II.
2) Die Straitshäfen liefern über 60°/ o des Weltzinnkonsums; Zinn
fiel damals von £ 197.—.— per ton auf 122.—.— in wenigen Monaten