Die Bilanz.
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Der Zweck dieser Form des Inventars ist ausschließlich auf
die Ermittelung des Reinvermögens in der Bilanz, des eigenen
Kapitals gerichtet (JSA 1 — -P 1 = K L ). Daneben ermöglicht sie
die Berechnung des Jahresreingewinns durch Vergleichung des
Kapitals am Schlüsse der 'Wirtschaftsperiode mit dem am Beginn
vorhanden gewesenen. Hingegen sind die Zusammensetzung des
eigenen Kapitals und dessen Entstehung nicht ersichtlich, da es
in einer Ziffer nachgewiesen wird (derzeitiges Kapital, K x ).
Dies zu ermöglichen, dient eine andere Form der Vermögens
übersicht 1 ), die für Kapitalgesellschaften unerläßlich ist, aber
auch sonst ziemlich allgemeine Anwendung findet: die konten
förmige Bilanz.
2- Form. Kontenförmige Zusammenstellung.
Aktiva (Schluß )-Bilanz 1922 Passiva
1-Grundstücke. M. 69 600,—
2. Gebäude ,, 113 220,—
etc.
11. Forderungen. „ 2 604,70
M. 355 606,97
1. Grundschuldon M. 140 000,—
2. Wechselschulden „ 15 000,—
3. Buchschulden .. ,,38 743,50
M." 193 743750
Kapital (= K,) „ 161 863,47
M. 355 606,97
Formel für die Bilanzgleichung: A(ktiva) = P(assiva) oder
2V1 1 = AP 1 + K v
Die Buchführung einer Erwerbsunternehmung beginnt mit
der Eingangs- bzw. Anfangsbilanz, auch bei einer Bargründung
oder der Errichtung eines Geschäftes mit fremdem Kapital oder
durch Schenkung. Die Anfangsgleichung ist entweder ZA = ZP
+ K 0 (Vermögen = Schulden + Kapital); oder ZA = ZP (Ver
mögen = Schulden), wenn die Unternehmung ausschließlich mit
Schulden begründet ist; oder ZA — K 0 (Vermögen = Kapital),
wenn keine Schulden vorhanden sind oder das Unternehmen
durch eine Schenkung ohne Schulden erworben wurde. Es ist
demnach nicht richtig, daß die Eingangsbilanz ZA = ZP + K 0
in der doppelten Buchführung stets vorhanden ist.
1 ) Das Inventar zählt Vermögen und Schulden nacheinander auf,
die Vermögensübersicht in Kontenform stellt Aktiva und Passiva mit ihren
Schlußbeträgen einander gegenüber. Selten wird schon das (ausführlichere)
Inventar kontenförmig geführt.
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