Full text : Die Volkszählung vom 1. Dezember 1910 sowie die Ergebnisse der Bevölkerungsaufnahmen in den Jahren 1911 bis 1917 im hamburgischen Staate

IV.  2.  Alter  und  Familienstand.

35

f
*

Tab.  18,  II.  Teil.
Altersklassen
.  .  .  Jahre

Von  1000  der  gesamten  Bevölkerung  am  1.  Dezember  waren

Von  1000  der  gesamten
Wohnbevölkerung
waren  l.Dez.  1910

ledig

verheiratet

verwitwet

geschieden

im  ganzen  1910
ortsanwesend

im  ganzen  1905
ortsanwesend

männl.

weibl.

männl.

weibl.

m.

W.

in.

w.

männl.

weibl.

männl.

weibl.

männl.

weibl.

I

2

3

4

5

6

7

8

9

IO

I  I

12

■  i3

14

0  bis  5.

49,48

48,09

49,43

48,09

50,90

50,45

49,68

48,3i

t

über  5

»  io.

45,87

44,74

—

—

—

—

—

—

45,87

44,74

50,29

49,96

45,65

44,95

10

„  15.

45,12

45,03

—

—

—

—

—

—

45,12

45,08

47,17

47,08

45,34

45.29

.,  15

„  20.

45,26

47,96

0,90

—

0,01

—

45,26

48,87

42,72

46,19

44,71

48,78

..  20

,.  25.

44,48

34,86

3,88

15,27

0,02

0,18

0,oi

0,07

48,34

50.33

47,37

49,50

47,87

50,21

25

..  30.

28,47

15,62

23,66

30,75

0,17

0,39

0,10

0,33

52,40

47,09

51,12

48,36

51,99

47,09

m

30

„  35.

13,22

8,74

33,51

33,67

0,40

0,95

0,28

0,59

47,41

43,95

42,83

41,49

47,43

44,08

..  35

,,  40.

6,91

5,80

30,54

29,30

0,55

1,54

0,35

0,62

38,35

36,82

39,88

36,82

38,43

30,94

■■  40

,  45.

4,63

3,79

28,18

25,04

0,78

2,52

0,41

0,68

33,95

31,98

33,60

30,63

34.14

32,18

..  45

„  50.

3,05

2,91

23,80

19,16

0,89

3,50

0,37

0.52

27,61

26.09

26,59

26,32

27,67

26,li

50

00.

2,15

2,28

17,54

14,72

1,12

4,80

0,29

0,85

21,io

22.15

20,71

21,76

27,14

22,  li

55

..  60.

1,58

1,79

12,90

10,13

1,81

5,89

0,19

0,24

15,98

18,05

15,46

18,06

15,97

78,03

..  60

„  65.

1,04

1,37

8,54

6,62

1,50

6,40

0,11

0,17

11,19

14,56

11,50

14,11

77.19

74,54

.,  65

„  70.

0.67

0,98

5,89

3,68

1,66

6,00

0,08

0,09

7,80

10,70

7,46

10,36

7,78

70.70

..  70

„  75.

0,37

0,72

2,85

1,63

1,43

4,88

0,04

0,04

4,69

7,27

4,31

6,86

4,68

7,23

1

,  75

„  80.

0,18

0,48

1,11

0,54

1,01

3,04

0,01

0,02

2,31

4,03

2,11

3,86

,2,30

4,04

,  80

85.

0,07

0,20

0,32

0,14

0,53

1,48

0,01

0,01

0,93

1,83

1,02

2,05

0,93

7.85

.,  85

..  90.

0,02

0,07

0,07

0,03

0,20

0,58

—

—

0,29

0,68

0.29

0,64

0,29

0.68

■  „  90

„  95.

0,02

0,01

0,01

0,04

0,11

—

—

0,05

0,14

0,06

0,18

0,05

0,13

.,  95

—

0,02

—

—

—

0,02

0,01

0,01

0,01

0,02

Zusammen:
Orts-  I
anwesende  I

1910

292,02

264,96

191,75

191,54

11,56

42,24

2,25

3,68

497,58

502,42

—

—

503,25

1905

295,21

274,70

186,81

183,84

11,51

42,50

1,93

3,50

—

,  —

495,46

504,54

W  ohnbevölkerung


1910

290,18

265,22

192,84

192,16

llßl

43,17

2,22

3,70

496,75

Die  Anzahl  der  Bewohner'  mit  unbekanntem  Alter  ist  bei  Berechnung'  der  Verhältniszahlen  außer  Betracht  gelassen.

1  ’
>  *

V

die  Erwachsenen  zeitig  zur  Ehe  schreiten,  wird  sich
im  Bestände  der  Lebenden  eine  größere  Zahl  Verheirateter ­
  bzw.  verheiratet  Gewesener  vorfinden  als
bei  einer  später  heiratenden  Bevölkerung.  Einen
vollen  Einblick  in  die  zwischen  Alter  und  Familienstand ­
  bestehenden  Beziehungen  gewährt  die
Kombination  der  fünfjährigen  Altersklassen ­
  mit  den  Hauptunterscheidungen ­
  des  Familienstandes  in  Tabelle  18.
Den  Zahlen  für  die  Altersklassen  der  ortsanwesenden
Bevölkerung  in  Stadt  und  Staat  Hamburg  sind  die
entsprechenden  für  das  Jahr  1905  an  die  Seite  gestellt, ­
  und  den  Gesamtzahlen  für  die  Familienstandsklassen ­
  der  letzten  Zählung  die  entsprechenden
Zahlen  der  Zählung  von  1905  angereiht.  Für  das
Jahr  1910  wurde  die  Wohnbevölkerung  insofern
berücksichtigt,  als  wenigstens  die  Gesamtzahlen  für
die  Altersklassen  und  Familienstandsklassen  mitgeteilt ­
  werden.  Die  Verhältniszahlen  des  zweiten
Teiles  der  Tabelle  lassen  die  Anteile  der  einzelnen
Alters-  und  Familienstandsklassen  gut  erkennen  und
gewähren  ebenso  ein  Bild  von  den  eingetretenen
Verschiebungen.  Bei  Berechnung  der  Verhältniszahlen ­
  wurde  die  Anzahl  der  Bewohner  mit  unbekanntem ­
  Alter  außer  Betracht  gelassen.  Im  Jahre
1905  waren  es  331  männliche  und  110  weibliche,  im
Jahre  1910  100  männliche  und  19  weibliche  Personen.
Der  Anteil  der  Familienstandsklassen  in  den
Altersklassen  wird  für  jedes  Geschlecht  in  Tabelle  21
(Seite  39)  dargestellt.  Aus  dieser  Übersicht  ist
folgendes  hervorzuheben:

Im  Kindesalter  fanden  sich  naturgemäß  nur
Ledige,  und  auch  in  den  beiden  folgenden  Altersklassen ­
  (15  bis  20,  20  bis  25)  überwog  noch  bei
weitem  die  Zahl  der  Ledigen,  und  zwar  beim  männlichen ­
  Geschlechte  stärker  als  beim  weiblichen.  In
den  beiden  zwischen  25  und  35  Jahren  liegenden
Klassen  trat  dann  der  Anteil  der  Ledigen  bei  beiden
Geschlechtern  stark  zurück.  Im  Alter  von  45  bis
55  Jahren  war  er  annähernd  gleich  groß  bei  Männern
und  Frauen  (nur  noch  rund  11  %);  in  den  höheren
Altersklassen  nahm  er  bei  den  Männern  weiter  ab,
während  er  sich  bei  den  Frauen  auf  ungefähr  gleicher
Höhe  hielt.
Die  Verheirateten  waren  bei  den  Männern
in  den  drei  fünfjährigen  Altersklassen  von  40  bis
55  Jahren  am  stärksten  vertreten  (83,0,  84,4,  83,1  %);
bei  den  Frauen  dagegen  schon  in  den  Klassen  von
30  bis  45  Jahren  (76,6,  79,6,  78,3  %).  In  den  auf
die  am  stärksten  hervortretenden  Altersklassen  folgenden ­
  Altersjahrfünften  fiel  dann  der  Anteil  der
Verheirateten  beständig  bei  den  Männern  und  bei
den  Frauen,  jedoch  weit  mehr  bei  den  letzteren  als
bei  den  ersteren.
Der  Anteil  der  Verwitweten  war  bei  den
Männern  im  Alter  von  55  bis  60  Jahren  noch  verhältnismäßig ­
  unbedeutend  (8,2  %);  bei  den  Frauen
dagegen  machte  er  in  diesem  Alter  bereits  fast  ein
Drittel  aus  (32,6  %);  er  war  auch  in  den  drei  folgenden ­
  Klassen  bei  den  Frauen  mehr  als  doppelt  so
groß.  In  den  höheren  Klassen  näherten  sich  dann  die
Anteile  beider  Geschlechter  mehr  und  mehr.  Die

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