Full text : Tote und lebendige Wissenschaft

104

(Gliederung)  treffen,  sondern  zuerst  überlegen,  welche  Ziele
mit  welchen  Mitteln  zu  erreichen  seien  unb  dem  Ergebnis
dieser  die  Gliederung  bestimmenden  Überlegung
entsprechend,  an  die  Arbeiten  der  Werkreife,  z.  B.  an  die  Viehzucht ­
  und  Milchgewinnung,  gehen.  (Man  kann  diese  Eingliederungsvorgänge ­
  auch  bereits  als  „Gemeinsamkeitsreife"
betrachten  —  beide  fließen  im  Innern  der  Wirtschaft  ineinander ­
  über.)
Zusatz  über  die  Fruchtbarkeit  derMarktreife.
  Diese  durchaus  grundsätzliche  Bestimnrung  der  Marktreife ­
  sagt  darüber  gar  nichts  aus,  ob  eine  bestimmte  geschichtliche
Form  der  Marktreife,  z.  B.  die  heutige  individualistische  des
Großkapitals  und  der  Weltbörsen,  gut  oder  schlecht  sei.  Durch
die  grundsätzlich  eNotwendigkeit  derMarktreife
  kann  eine  schlechte  Form  derselben
ebensowenig  gut  werden,  wie  durch  die
grundsätzliche  Ergiebigkeit  der  Dampfmaschinen ­
  eine  schlecht  gebaute  Maschine
ergiebig  und  gut  wird.  Überwucherung  von  Marktreifetätigkeit ­
  und  namentlich  Uberzentralisation  der  Kapitalsmacht ­
  einerseits,  und  anderseits  schlechte  Standortverteilung
der  gewerblichen  Betriebe  (durch  ihre  Uberzentralisation,  wodurch ­
  eine  zu  große  Vermittlungstätigkeit  nötig  wird)  sind  die
schwersten  Schäden,  die  sich  bei  der  heutigen  individualistischen
(vulgo  kapitalistischen)  Marktreife  zeigen  und  am  Mark  des
Volkswohlstandes  zehren  können.
6.  Innerhalb  der  Marktreife  ist  die  Marktreife  des  Geldes
vor  der  Marktreife  der  Ware.
Das  Wesen  des  Geldes  wird  nach  verschiedenen  Theorien
verschieden  erklärt.  Wir  selbst  haben  es  im  „Fundament"
als  „Kapital  höherer  Ordnung",  d.  h.  als  ein  Gebilde  der  Gemeinsamkeitsreife ­
  behandelt.  (Man  denke  nur  an  das  gesetz ­
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.