Full text: Tote und lebendige Wissenschaft

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schaft mittels des weltwirtschaftlichen Wettbewerbes grund 
sätzlich nicht ausgeglichen werden können. Schon das Zoll- 
wesen z. B. hindert diese Ausgleichung — aber Zölle könnte 
man immerhin noch wegdenken; jedoch auch die Unüber 
tragbarkeit des volkswirtschaftlichen Ka 
pitals höherer Ordnung auf die anderen Volks 
wirtschaften (und deren Märkte) hindert es. Z. B. bewirkt eine 
Bauordnung, indem sie bestimmte Mauerstärken und Sicher 
heitsvorkehrungen verlangt, im Vereine mit dem bestimmten 
jeweils üblichen Ziegelformat ganz bestimmte und von jeder 
anderen Bauordnung abweichende Baukosten (von Bau- 
gewohnheiten = Eigenarten, die in den Zielen liegen, dabei 
abgesehen); womit schon eines der wichtigsten Kostenelemente 
zwischen den Volkswirtschaften, die Geschäfts- und Wohnungs 
mieten, unausgleichbar verschieden sind! Bedenkt man allgemein 
die durchgreifende Bedeutung und die selbständige Natur des 
volkswirtscbaftlichen Kapitals höherer Ordnung, das in der 
bodenständigen Ganzheit der Volkswirtschaft wurzelt und die 
Volkswirtschaft zu einer arteigenen Mittel- bzw. Zielgemein 
schaft der Wirtschafter verbindet, so ergibt sich als allgemeine 
Richtschnur der Satz: das volkswirtschaftliche Kapital höherer 
Ordnung ist die Grundlage für das weltwirtschaftliche Kapital 
höherer Ordnung*). 
Auch die Marktreise hat in der Volkswirtschaft ihre art 
eigenen Weisen. Handel und Tausch jeder Art finden in der 
Volkswirtschaft andere Bedingungen vor als in der Welt 
wirtschaft, einerseits von der Seite der Gemeinsamkcitsreife 
her (z. B. andere Marktordnungen), anderseits aber und vor 
allem durch die besondere innere Gliederung innerhalb der 
*) Denn auch wo Weltwirtschaft die Volkswirtschaft überhöht, ge 
schieht dies auf Grundlage der potentiellen Selbständigkeit der Volkswirt 
schaft, ihres durchgreifenden, weil völkisch-staatlich 
be dingten Kapitals höherer Ordnung. 
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