Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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7  Millionen  Franken  zur  Belohnung  für  seine  Generäle  sicherzustellen. ­
  Das  war  mehr  als  die  Hälfte  des  wirklichen  Ertrags,  der
nicht  über  13  Mill.  Franken  betrug,  von  den  französisch-westfälischen
Beamten  aber  durch  Aufnahme  gewisser  Steuerobjekte  in  die  Rubrik
der  Domänen  auf  mehr  als  16  Mill.  Franken  gesteigert  wurde 150 .
Von  den  Domänen  hätte  nun  der  Kurfürst  auch  ohne  das  Vorgehen ­
  der  Brüder  Bonaparte,  die  noch  dazu  einen  Teil  derselben
veräußerten,  keine  Einkünfte  während  der  Exilzeit  beziehen  können.
Was  ihm  sonst  aber  an  Vermögen  oder  Einkünften  erhalten  blieb,
das  erfahren  wir  aus  den  in  Marburg  befindlichen  Rechnungsbüchern ­
  und  den  auf  Carlshausen  vorhandenen  Kontokorrenten.
Auf  Carlshausen  befindet  sich  außerdem  eine  reichhaltige,  die
Rechnungsbücher  und  Kontokorrente  ergänzende  Korrespondenz.
Aus  diesen  Quellen  lassen  sich  auch  die  Ausgaben  des  Kurfürsten
und  die  Verwendung  seiner  Überschüsse  ermitteln.
Völlig  unantastbar  für  die  Franzosen  waren  von  vornherein
des  Kurfürsten  englische  Guthaben.  In  London  stand,  auf  falsche
Namen  eingetragen,  ein  der  Kriegskasse  zugehöriges  Annuitätenkapital ­
  im  Nominalwert  von  499  000  £  zu  3  Prozent  und  ein
ebensolches  von  136  400  £  zu  4  Prozent.  Das  erstere  war  während
der  Jahre  1781  bis  1799  angelegt  worden  und  hatte  2  012  557  rf
gekostet.  Im  Durchschnitt  entfielen  also  auf  100  £  Nominalkapital ­
  £  65.18.1 432 /499  bar  oder  403  rf  28  311 /499  Kr.  Beide
Kapitalien  waren  bei  der  Bank  von  England  deponiert  und  trugen
jährlich  20  426  £  Zinsen,  die  durch  das  Londoner  Bankhaus
P.  <L  C.  van  Notten  L  Co.  in  Empfang  genommen  wurden.  Ebenfalls
aus  der  Kriegskasse  stammte  ein  Kapital,  das  der  damalige  Prinz
von  Wallis  und  spätere  Prinzregent  von  England  (Regent  seit  1811,
dann  König  Georg  IV.  1820—1830)  unter  Bürgschaft  seines  Bruders
Friedrich,  Herzogs  von  York,  und  seines  Bruders  Wilhelm  Heinrich,
Herzogs  von  Clarence,  im  Jahr  1791  geliehen  hatte.  Es  betrug
650  000  rf  und  trug  Jüs  Prozent  Zinsen.  Im  Jahr  1798  hatte  derselbe ­
  Prinz  ein  neues  Kapital  von  40  000  £  zu  5  Prozent  geliehen.
Beide  Kapitalien  wurden  im  Jahr  1842  mit  allen  bis  zum  5.  Januar
dieses  Jahres  rückständigen  Zinsen  auf  £  225  361.8.11  abgeschlossen.
£  137111.  2.  3  betrug  der  Kapitalrest
„  83  575.  6.  8  die  rückständigen  Zinsen
„  4  675.—.—  der  Verlust  durch  entbehrte  Zinsen.
Sa:  £  225  361.  8.11
            
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