Full text: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Leihsummen wurden zum größten Teil von den Franzosen ein 
gezogen. Die Staatspapiere jedoch wurden dem Kurfürsten gerettet, 
und zwar nicht nur die in Lagranges Tableau enthaltenen, sondern 
auch alle, die sonst noch der Oberrentkammer zukamen 163 . 
Ziehen wir aus alledem das Fach, so ergibt sich, wenn man 
nach Millionen Talern rechnet, für den Vermögensstand des Kur 
fürsten im Jahre 1806 und 1807 folgendes Bild: 
Vermögensstand Überbleibsel 
Kriegskasse: 1806 
Vorschüsse an das Land 1,82 
Englische Annuitäten . 2,59 
Holländische Banko 
kapitalien .... 0,28 
Hin und wieder ausge 
liehene Kapitalien . 16,00 
Zinsfreie Vorschüsse . 0,12 
Fräulein-Steuern . 0,10 
Ausleihe aus Karlshafer 
Lazarettkasse , . 0,11 
Oberrentkammerkasse: 
Staatspapiere . . . 2,40 
Sonstige ausgeliehene 
Kapitalien .... 1,30 
Hanauer Kammerkasse: 
Summe der ausgeliehe 
nen Kapitalien . . 1,15 
Kabinettskasse: 
Summe der ausgeliehe 
nen Kapitalien . 0,28 
Sa.: 26,15 15,12 
Wenn man von den Vorschüssen an das Land absieht, so 
waren also den Franzosen Kapitalien im Betrag von rund 
9,21 Mill. Rtlrn. in die Hände gefallen. Es kam auch vor, daß 
von den geretteten, d. h. den im Jahr 1807 als gesichert be 
trachteten Kapitalien im Laufe der Exilzeit noch der eine oder andere 
Posten durch das eigentümliche Verfahren der Brüder Bonaparte 
dem Kurfürsten entrissen wurde. Das kam so. Beide Bonaparte 
hatten viel Geld nötig, wenn auch zu sehr verschiedenen Zwecken. 
Auch genügten ihnen die bloßen Zinsen nicht, sie strebten nach 
1807 
2,59 
Bei den englischen 
Prinzen .... 0,89 
Pfandverbindlich 
keiten .... 0,93 
Sonstige Festlands 
kapitalien . . - 7,47 
2,40 
0,51 
0,09 
0,24
	        
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