Full text: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Noch im Jahr 1854 unterhielt das Rothschildsche Bankhaus in Frankfurt 
nachweislich ein Weinlager. 
227. Marbg.: Die von den Hof-Banquiers M. A. Rothschild und Söhne 
zu Frankfurt a. M. für Sft Kurfürst!. Durch), erkauften und in Verwahrung 
gehabten Weine. 1814, 1815. 
228. Carlshausen: Der Kurfürst an Buderus, 23. Juli 1807. Es han 
delte sich um 200 kais. österr.-holl. Obligationen, die zumeist gegen kais. 
österr. Bethmännische Obligationen einzutauschen waren und die Rothschild 
zu diesem Zweck aus dem Depot des Kurfürsten mitgebracht hatte. Buderus 
hat sie dann tatsächlich nicht in Rothschilds Händen gelassen, sondern im 
eigenen Gewahrsam geborgen. Die einzelnen Stücke wurden jedes Mal erst 
dann an Rothschild abgegeben, wann er entsprechende Tauschstücke da 
gegen liefern konnte (Buderus an den Kurfürsten, 14. Sept. 1807). 
229. Carlshausen: Der Kurfürst an Buderus, 12. Juni 1810, 13. Sept. 
1810 u. ö. Buderus an den Kurfürsten, 9. Aug. 1810. 
230. Marbg.: Buderus’ Rechnung 1807, S. 2 f. Die 8000 Kronentaler 
wurden Meyer Amschel am 30. Oktober 1806 anvertraut. 
231. Zu einem viel späteren Zeitpunkt hat das Rothschildsche Bank 
haus de facto ein Mal kurfürstliche Millionen zur Aufbewahrung erhalten. 
Im Jahr 1829 sandte die Kurfürstliche Schatullkasse an M. A. v. Rothschild 
und Söhne in Frankfurt per Postwagen eine versiegelte Kiste in Leinwand 
mit 2 Millionen Gulden in Staatspapieren, eine ebensolche mit 600000 fl in 
Obligationen etc. Am 4. Dezember 1832 bescheinigt Kurfürst Wilhelm II. mit 
einer von zwei Beamten beglaubigten Unterschrift die Rückgabe aller dem Hause 
Rothschild zur Aufbewahrung übergebenen Obligationen, Dokumente usw. 
232. Mitteilung von F. A. Brockhaus in Leipzig. Meseritz war geboren 
1781 und starb am 25. Nov. 1856 in Frankfurt a. M. Er war Korrespondent 
der Augsburger Allgemeinen Zeitung und vieler anderen Blätter. (Franks. Nach 
richten Jg. 1856 Nr. 140.) 
Rothschilds Beziehungen zu anderen Fürsten. 
233. Die Anleihe des Fürsten von Leiningen wurde von einem seiner 
Räte, dem Geheimen und Kabinettsrat Schmitz, vermittelt, der mit Buderus 
befreundet war. Buderus und Zipf eröffneten am 4. April 1809 eine Subskription, 
die mehr als die Hälfte des Leihkapitals zusammenbrachte. Die Rückzahlung 
des Kapitals sollte durch Verlosung vom 15. April 1821 bis zum 15. April 1833 
stattfinden. Sie wurde jedoch bereits am 15. April 1829 durch Restzahlung getilgt. 
20 Partialobligationen lauteten auf 3000 fl, 20 auf 2000 fl und 150 auf 1000 fl. 
Folgende Geldgeber teilten sich in die Leihsumme: 
Landgraf Friedrich 30000 fl 
Fürstin zu Nassau-Usingen und der Herr Alt (?) 17 000 „ 
Buderus 112000 „ 
„ (bei der Hessenstein geliehen) ... 13 000 „ 
Kriegsrat Zipf 59000 „ 
M. A. Rothschild & Söhne 19000 „ 
Sa . . 250000 fl
	        
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