fullscreen: Preußisches Landbuch

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rende der Theologie nus Neustadt-Eberswnld von dem Magistrat ver 
liehen. 
Frau Kraufe, 
geb. Wernicke, Wittwe zu Berlin legirte 1763 ein Kapital von 3000 
Thlr. zur Unterstützung armer und dessen wirklich bedürftigen Wittwen, 
so unter den Berlinischen Kirchensprengel gehören. Verwaltet bei der 
städtischen Haupt-Stiftungskasse. 
Joh. David Ferd. Krause, 
Ziminermeister zu Breslau (f 1860) vermachte der evangel. Elemen 
tarschule Nr. 8. daselbst 400 Thlr., und dem Hospitale zu Elftausend 
Jungfrauen 800 Thlr. unter der Bedingung, daß von den Zinsen 
dieser Kapitalien vier Kinder armer Zimmergesellen in der genannten 
Schule freien Unterricht erhalten und eine Anverwandte des Erblassers 
unentgeltlich in das benannte Hospital aufgenommen wird. 
Krauß scher Armen-Fond» zu Tilsit. 
Kapitalien 11,700 Thlr. 
KrebsscheS Legat, 
bei der St. Jakobi-Kirche zu Magdeburg. Kapital 300 Thlr., aus 
dessen Zinsen eine hülfsbedürftige Frau eine Unterstützung erhält. 
Kredit-Verein filr Handwerker zu Magdeburg, 
eine Aktien-Gesellschast, die am 1. Mai 1856 mit landesherrlicher Ge 
nehmigung ins Leben getreten ist. Sie will dem Handwerkerstande der 
Stadt Magdeburg durch Geldvorschüsse Gelegenheit zu einer freieren Be 
wegung in seinem Verkehre geben und hat ein Grundkapital von 20,000 
Thlr. in Aktien à 10 Thlr., wovon die Stadt 1000 Stück oder 
10,000 Thlr. unter Verzichtlcistung auf Zinsen und Dividende auf 
vorläustg 10 Jahre übernommen hat. Vorschüße bis zur Höhe von 
200 Thlr. auf die Dauer von höchstens 6 Monaten können erhalten 
gegen Schuldschein die bestätigten Innungen des Orts theils^ zu ge- 
meinsamen Unternehmungen, theils zur Verleihung kleinerer Summen 
an ihre Jnnungsgenossen, dann auch gegen Bürgschaft jeder einzelne 
hier selbstständig etablirte Handwerker. Für die Vorschüsse sind 5 pCt. 
Zinsen zu zahlen. Was von den jährlichen Einnahmen an Zinsen, 
nach Abzug der Kosten der Verwaltung rc. als Ueberschuß sich ergiebt, 
bildet den reinen Gewinn der Gesellschaft. Von diesem wird zunächst 
den Aktionären (mit Ausschluß der Stadt Magdeburg) ein Zins bis 
zu 3 pCt. gewährt, der Ueberschuß zur Hälfte als Reservefonds zu 
rückgestellt und zur Hälfte unter die zinsbcrechtigten Aktionaire als 
Dividende vertheilt. Im Jahre 1861 wurden 43,683 Thlr. Darlehne 
bewilligt; zurückgezahlt 42,638 und ausstehend blieben 19,734 Thlr. 
Der Gewinn betrug 1450 Thlr., die neben den Zinsen zu zahlende 
Dividende 3 pCt. Reserve-Fonds 1368 Thlr. 
Geschwister Kreis sche Kirchen Stiftung. 
Die Dorfgemeinde Steuberwitz (Leobschütz), fast ausschließlich aus Nach
	        
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