Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

1.  Dezember  1805  :  4tes  dänisches  Anlehen  von  Rth.  200000  in  Ldor  zu
5  Rth.,  zu  4 1 /2°|o )  später  zu  4°/o.  200  Partialobligationen.  Sollte
10  Jahre  lang  unaufkündbar  sein.  Wurde  durch  Reskript  vom
9.  Mai  1817  auf  12  Jahre  verlängert.  Das  ganze  Anlehen  übernahm
der  Kurfürst  von  Hessen.
1.  Januar  1806:  6tes  dänisches  Anlehen  von  Rth.  700000  in  Ldor  zu  5  Rth.,
zu  4>/->"/,,  später  zu  4 0 / 0 .  Ausgestellt  in  Kopenhagen.  700  Partialobligationen. ­
  Sollte  rückzahlbar  sein  vom  1.  Januar  1820  ab  mit
Rth.  35000  jährlich.  Durch  Reskript  vom  9.  Mai  1817  wurde  das
Anlehen  auf  12  Jahre  verlängert.  Das  ganze  Anlehen  übernahm
der  Kurfürst  von  Hessen.
1.  Januar  1806:  7tes  dänisches  Anlehen  von  605  000  Rth.  20  ff,  zu  4'/,"/»,
später  zu  4 0 / 0 .  605  Partialobligationen.  Sollte  rückzahlbar  sein
vom  1.  Januar  1820  ab  mit  Rth.  30  000  jährlich.  Durch  Reskript
vom  9.  Mai  1817  wurde  das  Anlehen  auf  12  Jahre  verlängert.  Das
ganze  Anlehen  übernahm  der  Kurfürst  von  Hessen.
21.  Februar  1806:  Umtausch  von  111  Landgräflich  Darmstädtischen  Partialobligationen ­
  ä  1000  fl  24  ff  zu  4 1 / 2  °/o  gegen  ebenso  viel  Landgräflich ­
  Darmstädtische  von  den  Landständen  garantierte  Obligationen
zu  5  °/o  für  den  Kurfürsten  von  Hessen.
16.  Oktober  1806:  dänische  Restschuld  von  Rth.  200000,  fällig  am  1.  Januar
1809,  durch  Rothschild  im  voraus  an  Hessen-Kassel  zurückgezahlt
in  dänischen  vom  Finanzkollegium  ausgestellten  Originalobligationen ­
  zu  4'/s 0 /«.

Das  Rothschildsche  Zweiggeschäft  in  Kassel.
Das  vorige  Kapitel  hat  gezeigt,  daß  Rothschild  häufig  nach
Kassel  kam  und  sich  auch  längere  Zeit  dort  aufhielt.  Um  bei
vorkommenden  Gelegenheiten  schnell  und  persönlich  daselbst  eingreifen ­
  zu  können,  muß  er  schon  im  Jahre  1802  in  Kassel  ansässig
gewesen  sein,  und  gelegentlich  müssen  auch  seine  Söhne  sich
Geschäfte  halber  dort  aufgehalten  haben.  Auch  nach  dem  Bericht
der  judenschaftlichen  Kommission  vom  22.  April  1820  betrieb  Rothschild ­
  schon  im  Jahre  1802,  ohne  mit  dem  landesherrlichen  Schutz
versehen  zu  sein,  die  ausgedehntesten  Wechsel-  und  sonstigen
Geschäfte  in  der  Residenz.  Als  die  dortigen  Israeliten  sich  dadurch
in  ihrem  Nahrungserwerb  geschmälert  glaubten  und  Beschwerde
führten,  wurde  Rothschild  zunächst  von  der  Oberrentkammer  zur
Bezahlung  des  ordnungsmäßigen  Nachtgeldes  angehalten.  Zwar
suchte  er  das  abzuwenden,  und  es  gelang  ihm  auch  am  16.  September
des  Jahres  1802  bei  der  Oberrentkammer  eine  gnädigste  Resolution
zu  erwirken,  wonach  er,  wohl  gegen  Erlegung  von  100  Rtlrn.,  vom
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