Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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kammer  vom  Jahre  1804  ab,  die  Generalkassenrapporte  vom
Jahre  1806,  das  bis  zum  Jahre  1802  reichende  Verzeichnis  der  bei
der  Kriegskasse  ausgeliehenen  Kapitalien  und  die  drei  Konvolute
von  Urkunden  und  Belegen  zur  Kabinettskassenrechnung  pro  1806. 91
Den  Kabinettskassenetat  vom  Jahre  1806  nahm  der  Geheime  Kriegsrat
Buderus  von  Carlshausen  an  sich  und  stellte  eine  Quittung  darüber
aus.  Die  sonstigen  Dokumente  neueren  Datums  und  alle  retrospektiven ­
  Akten  müssen  nach  Frankfurt  und  in  das  Rothschildsche
Bankhaus  gekommen  sein.  Daß  das  letztere  mehrere  Kisten  mit
Archivalien  zur  Aufbewahrung  erhielt,  ergeben  die  Carlshausenschen
Akten  mit  voller  Gewißheit 92 .  Außerdem  findet  sich  im  Marburger
Archiv  ein  Blatt  folgenden  Inhalts:

Q

G  W

Sub  hoch  signo  ist  in  der  2ten  Herbst  Meßwoche  1807  eine
Kiste  mit  Kr.  u  C.  C.  L.  [Kriegs-  und  Cabinets  Gassen  Literalien]  an
R. s  [Carl  Mayer  Rothschild’s]  Schwager  W.  [Benedict  Moses  Worms]
abgegeben  worden 93 .
Die  eckigen  Klammern  geben  meine  Ergänzungen,  und  diese
sind  evident.  Es  handelt  sich  hier  offenbar  um  einen  Teil  derjenigen ­
  Akten,  die  von  Lagrange  gegen  die  Summe  von  700  000  Livres
ausgeliefert  wurden  und  auf  Antrag  des  Geheimen  Ministeriums  in
Frankfurt  sicher  verwahrt  werden  sollten.  Um  nicht  aufzufallen,
hatte  man  für  die  Transportierung  der  Akten  oder  eines  Teils  derselben ­
  die  Meßzeit  gewählt,  wo  viele  Waren  nach  Frankfurt  zusammenströmten. ­
  Aus  demselben  Grunde  hatte  man  nicht  alle
Kisten  direkt  an  Rothschild  gesandt,  sondern  eine  an  dessen
Schwiegersohn  Worms,  der  sie  dann  seinerseits  unauffällig  an  seinen
Schwiegervater  abliefern  konnte.  Unter  R.  ist  Meyer  Amschels
Sohn  Carl  oder  Callmann  Mayer  zu  verstehen,  der  in  der  Exilzeit
fortwährend  für  den  Kurfürsten  unterwegs  war  und  auch  diese
Angelegenheit  persönlich  in  Kassel  besprochen  haben  mag.  Auch
konnte  es  sich  bei  diesem  Transport  lediglich  um  Kriegs-  und
Kabinettskassenliteralien  handeln,  da  die  Generalkassenrapporte
            
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