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4. Buch. V. Teil. Die Steuern.
teils Naturalsteuern, teils Greldsteuern. In früheren Zeiten
bildeten die Naturalsteuern die Regel, die Geldsteuern die Aus
nahme, jetzt findet in den entwickelteren Staaten das Gegenteil
statt. Der Druck der Geldsteuer machte sich ganz besonders des
halb in unentwickelteren Zeiten fühlbar, weil die Wirtschaft über
wiegend noch Naturalwirtschaft war. Noch im XIX. Jahrhundert
kam es vor, daß die für das Heer bewilligten Subsidien in Naturalien
festgestellt und geliefert wurden.
XL Abschnitt.
Der Steuermonismus.
1. Da die Beitragspflicht des Einzelnen dem Staate gegenüber
auf dessen Leistungsfähigkeit beruht, so könnte das Steuersystem
eine sehr einfache Gestalt erlangen, sofern für diese Leistungs
fähigkeit ein strenges, leicht anwendbares Maß zu finden wäre. In
diesem Falle könnte der Staat mit einer einzigen Steuer sein
Belang finden. Der Hauptvorteil dieses Steuermonismus wäre die
Einfachheit, die Übersichtlichkeit, die Bequemlichkeit, leichte Durch
führbarkeit usw. Auch hat der Vorwurf keine Berechtigung, daß
ein solches System unbedingt sehr bedrückend sein müßte. Schein
bar lästiger wäre es, weil gegenwärtig der Staat aus verschiedenen
Steuern schöpft, die Last sich demnach verteilt, während beim Steuer
monismus die Gesamtleistung des Individuums in einem Betrage
zum Ausdruck käme, der Druck sich also auf einem Punkte kon
zentrieren würde; die Größe des Druckes wäre also dieselbe, viel
leicht eine geringere, da die Steuerverwaltung bei diesem System
eine weniger kostspielige wäre und doch wäre der Druck ein
empfindlicher, ähnlich wie wenn der Druck der Luft, die uns um
gibt und von allen Seiten den Körper erfaßt, bloß von einer Seite
zu fühlen wäre, was unerträglich wäre. Auch ist nicht zu leugnen,
daß dieses System mit weniger Plackereien, mit weniger Reibungen
verbunden wäre. Daß die berührte Last unerträglich wäre, läßt
sich kaum behaupten, da ja die Größe derselben sich nicht ändert,
nur deren Verteilung. Für die schwächeren Steuerkräfte mag die
Verteilung der Last einen Vorteil bieten, da dieselben weniger in
der Lage sind, zu gewissen Terminen größere Summen zu be
schaffen. Nach den seinerzeitigen Berechnungen von Leroy-Beaulieu