Full text : Finanzwissenschaft

D.  I.  Abschnitt.  Direkte  und  indirekte  Steuern.

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dies  nicht  als  Lösung  der  Frage  betrachtet  werden,  sondern  mehr
als  Fragestellung.
Das  Verhältnis  von  direkten  und  indirekten  Abgaben  (ohne
Gebühren  und  Verkehrssteuern)  gestaltete  sich  vor  dem  Weltkriege
annähernd  wie  folgt:

direkte

indirekte
Steuern

Großbritannien

27,5

72,5

Frankreich

24,2

75,8

Preußen

35,7

64,3

Österreich

28,8

71,2

Ungarn

38,0

62,0

Italien

16,0

54,0

Rußland

17,0

83,0

Rumänien

24,5

75,5

Nach  dem  „Denkschriftenband“  entfielen  in  Deutschland  auf
direkte  Steuern  52,5  Prozent
indirekte  „  47,5  „
Diese  Daten  fassen  die  Resultate  der  Finanzwirtschaft  aller
öffentlichen  Körperschaften  (Reich,  Bundesstaaten,  Gemeinden.
Kirchengemeinden)  zusammen.
Vom  Gesamtbedarf  des  Reiches  deckten  Zölle  und  \  erbrauchsabgaben
  87  Prozent.
Die  Belastung  mit  Steuern  betrug  pro  Kopf:
direkte  Steuern  25  Mark
Zölle  und  Verbrauchsabgaben  19  „
Für  den  Haushalt  (durchschnittlich  4,7  Köpfe):
direkte  Steuern  117,50  Mark
Verbrauchs-  und  Aufwandsteuern  89,30  „
In  Ungarn  zeigt  das  Verhältnis  von  direkten  und  indirekten
Steuern  folgende  historische  Gestaltung:  Von  der  Gesamtsteuereinnahme ­
  entfiel  auf  die  indirekten  Steuern:

Stimmung  aufgenommen  wurde:  Soweit  die  Summe  der  fortdauernden  einmaligen
Ausgaben  der  Marineverwaltung  in  einem  Etatjahre  den  Betrag  von  llVöZ.o494  fflk.
übersteigt  und  die  dem  Reiche  zufließenden  eigenen  Einnahmen  zur  Deckung
des  Mehrbedarfs  nicht  ausreichen,  darf  der  Mehrbetrag  nicht  durch  Erhöhung
oder  Vermehrung  der  den  Massenverbrauch  belastenden  indirekten  Reichssteuern
gedeckt  werden.
Földes,  Finanzwissenschaft.
            
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