Full text : Finanzwissenschaft

F.  I.  Abschnitt.  Allgemeine  Lehren.

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Gewürze  usw.  c)  Verzehrungsgegenstände  dritter  Ordnung,  wie
geistige  Getränke,  d)  Luxusgegenstände,  wie  Tabak,  feinere  Weine
usw.  e)  Gegenstände  des  geistigen  Bedarfs,  Papier,  Zeitungen,
Kalender,  Klavier  usw.
Bei  näherer  Prüfung  können  wir  überhaupt  sagen,  daß  jede
Kategorie  der  Bedürfnisse  Gegenstand  der  Besteuerung  bildet:  Das
Nahrungsbedürfnis,  das  Wohnungsbedürfnis,  das  Heizungs-  und  Beleuchtungsbedürfnis, ­
  das  Bekleidungsbedürfnis,  die  geistigen  Bedürfnisse, ­
  das  Bedürfnis  der  Erholung,  der  Zerstreuung  usw.  Namentlich ­
  die  großen  Kosten  eines  Krieges  zwangen  einzelne  Staaten,  so
England,  Frankreich,  die  Vereinigten  Staaten  von  Nordamerika  zur
Einführung  einer  Reihe  von  Verzehrungssteuern.  In  England  geschah ­
  dies  erst  in  der  Form  der  assessed  taxes,  dann  als  Akzise
und  Lizenz.  Auf  welche  Gegenstände  die  Vereinigten  Staaten  im
Bürgerkriege  Steuern  auswarfen,  dafür  sollen  nur  einige  Beispiele
dienen.  Jährliche  Steuer,  also  direkt  veranlagte  Verzehrungssteuer
zahlten,  die  Wagen  oder  Schiffe  zur  eigenen  Bequemlichkeit  hielten,
die  Besitzer  von  Klavieren,  Orgeln,  Melodien  oder  sonstigem  Saiteninstrument, ­
  Besitzer  von  Billiarden,  von  goldenen  oder  vergoldeten
Taschenuhren,  von  Silber-  oder  Goldservicen.  Außerdem  waren
alle  denkbaren  Gegenstände  besteuert,  Kleider,  Schuhe,  Handschuhe,
Sonnen-  und  Regenschirme,  Fächer,  Bücher,  Instrumente,  Arzneien,
Parfümerien,  Photographien,  Karten,  Zündhölzchen  usw.  Und  diese
Steuern  waren  sehr  drückend,  um  so  mehr,  als  sie  von  dem  ganzen
Werte  des  Gegenstandes  zu  bezahlen  waren,  obwohl  ein  Teil  des
Wertes  bereits  besteuert  war;  so  mußte  z.  B.  die  Steuer  nach  dem
ganzen  Werte  des  gebundenen  Buches  bezahlt  werden,  obwohl  das
ungebundene  Buch  bereits  besteuert  war.  Bekannt  ist  die  erbitterte
Klage  des  Engländers  Sydney  Smith  gegen  die  englischen  Verzehrungssteuern: ­
  Wir  zahlen  Steuern  von  jedem  Gegenstände,  den
wir  in  den  Mund  nehmen,  der  unseren  Rücken  bedeckt,  der  auf
unseren  Füßen  ist,  den  zu  sehen,  zu  hören,  zu  fühlen,  zu  riechen,
zu  betasten  angenehm  ist,  der  uns  Wärme  oder  Licht  gibt,  der  zur
Ortsveränderung  dient,  von  jedem  Artikel,  der  auf  der  Erde,  unter
der  Erde  oder  im  Wasser  ist,  von  allem,  was  wir  im  Inlande  produzieren ­
  oder  aus  dem  Auslande  bringen,  von  jedem  Rohstoff  und
von  jedem  neuen  Wert,  den  der  Kunstfleiß  hinzufügt,  von  allem,
was  den  Appetit  des  reichen  Mannes  erhöht  und  was  ihm  seine
Gesundheit  wiedergibt,  von  dem  Talar  des  Richters  und  dem  Strick
des  Gehenkten,  vom  Salze  des  Armen  und  von  dem  Gewürze  des
Reichen,  vom  Nagel  des  Sarges  und  vom  Schleier  der  Braut,  im
Bett  und  beim  Tisch,  stehend  und  liegend,  immer  zahlen  wir.  Das
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F  öl  des,  Finanz  Wissenschaft.
            
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