Contents: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

Das Problem ist vielseitig, wie jede Frage, wenn man sie gründ- 
lich anfaßt. Die verschiedensten, schon bestehenden wissenschaft- 
lichen, sozialen, technischen, wirtschaftlichen, politischen und 
kulturellen Abteilungen, Kommissionen und Ausschüsse haben 
bei bergwirtschaftlichen Fragen mitzureden und können wertvolle 
Beiträge aus ihrem Bereich und von ihrem besonderen Standpunkt 
aus beisteuern. Und doch kann nur eine engere und beweglichere 
Arbeitsgemeinschaft Ersprießliches zutage fördern, eine große und 
komplizierte Organisation wäre zu schwerfällig und würde sich 
festfahren. 
Auch die amtliche Delegierung einzelner Landesvertreter in 
eine Bergbaukommission würde nicht zum Ziele führen, weil be- 
lastete Würdenträger nicht immer Muße und Neigung haben, sich 
mit zunächst unpraktischen und unpolitischen Problemen abzu- 
geben; eine nur praktische oder rein politische Einstellung aber 
führt nicht zum Ziel. Andererseits muß die erste Arbeitsgemein- 
schaft aus möglichst national-verschiedenen Mitgliedern zusam- 
mengesetzt sein, damit einseitige Auffassungen vermieden werden. 
Es müßte also zunächst ein Eruierungsprozeß einsetzen, ein 
bergwirtschaftlicher Wettbewerb ausgeschrieben werden: für Auf- 
stellung der Bedingungen aber wäre wiederum erst eine Kom- 
mission und ein Preisgericht zusammenzusetzen. 
Deshalb möchte ich folgenden, natürlichen Weg vorschlagen: 
Der Völkerbund begründet ein zunächst kleines bergwirtschaft- 
liches Publikationsorgan in verschiedenen Sprachen, in welchem 
zur Mitarbeit in der oben angedeuteten Richtung aufgefordet wird, 
Solche Beiträge werden zur Diskussion gestellt und auch in Landes- 
zeitschriften und Tagesblättern, in Vereinen und auf Kongressen 
erörtert. Wird dieses Material an einer bergwirtschaftlichen Zen- 
tralstelle gesammelt und gegenseitig ausgeglichen, so wird nach 
wenigen Jahren ein internationales Gremium herauskristallisieren, 
das gewissermaßen autoritativ und mit Befähigungsnachweis ein 
internationales Bergwirtschaftsinstitut nicht nur organisieren, 
sondern auch aus sich selbst heraus besetzen kann. Das wäre dann 
eine wahre geistige bergwirtschaftliche und kulturelle Korona, 
der natürlich amtliche Vertreter der einzelnen Länder als Material- 
142
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.