Full text : Konzentrationstendenzen im badischen Bankgewerbe

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dustrie  stark  engagierte  Unternehmen  in  einzelnen  Entwicklungsphasen
  deutlich  erkennbar  ist,  verliert  die  Pfälzische  Bank  in
Ludwigshafen  mit  einem  Schlage  durch  ihren  Eintritt  in  den
deutschen  Bankkonzern  bis  zu  einem  gewissen  Grade  ihre
innere  Selbständigkeit.
Weitere  Vorteile  allgemeiner  Natur  bieten  sich  den  drei
Instituten  gemeinsam  in  der  Werbetätigkeit  der  bei  allen  Konzentrationsprozessen ­
  im  Bankgewerbe  zutage  tretenden  größeren
Kapitalkraft.  Wenn  auch  nicht  organisch  zusammengeschlossen,
so  repräsentiert  doch  die  süddeutsche  Interessengemeinschaft
ein  Gesamtaktienkapital  von  145  Mill.  M.  und  sichtbare  Gesamtreserven ­
  von  28  Mill.  M.  (=  20  °/ 0  des  gemeinsamen  Aktienkapitals) ­
  zusammen  über  173  Mill.  M.  Eigenkapital.  Hierzu
kommt  noch,  wenngleich  die  Unkosten  nicht  in  dem  Maße  herabgemindert
  werden  konnten,  wie  dies  bei  Konzentrationen  in
der  Industrie  der  Fall  ist,  eine  Kostenersparnis  durch  die  Vereinheitlichung ­
  des  Verwaltungsapparates.  Meistens  steigen
gerade  durch  den  Zusammenschluß  von  Einzelbetrieben  in  der
ersten  Zeit  der  neuen  Betriebsform  die  Unkosten  über  die  Summe
der  früheren  einzelnen  Unkostenkonten  um  erst  später,  wenn  sich
die  einzelnen  Betriebsorgane  den  Kreditverhältnissen  und  dem
Verkehr  mit  der  Kundschaft  und  untereinander  völlig  akkomodiert
  haben,  einen  normalen  und  relativ  niederen  Stand  zu  erreichen. ­

So  können  bei  einheitlicher  Disposition  über  große  Beträge
im  Devisengeschäft  günstigere  Ergebnisse  erzielt  werden  und
insbesondere  im  Effektengeschäft  durch  die  Möglichkeit  der
Kompensierung  von  Kommissionskäufen  und  -Verkäufen  Kosten
erspart  werden.  Ferner  kann  im  Zahlungsverkehr  wie  im
Wechseldiskontgeschäft  weitgehende  Vereinheitlichung  erzielt
werden  durch  ausgedehntere  Inkassomöglichkeit,  sowie  durch
Steigerung  des  auch  vom  volkswirtschaftlichen  Standpunkt  so
sehr  zu  wünschenden  bargeldlosen  Übertragungsverkehrs.
Ein  weiterer,  allerdings  nicht  ziffernmäßig  zu  belegender
Vorteil  für  sämtliche  beteiligten  Institute  besteht  in  dem  erweiterten ­
  Einblick  —  zur  Vermeidung  von  Verlusten  —  in  zahlreichere
            
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