Full text : Konzentrationstendenzen im badischen Bankgewerbe

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der  Süddeutschen  Bank  anbot.  Außerdem  leistete  sie  auf  jede
Süddeutsche  Bank-Aktie  eine  Barvergütung  von  10  °/ 0  =  100  M.
Diese  Transaktion  wurde  innerhalb  der  gesetzlichen  Frist
durchgeführt.  Sämtliche  Aktien  wurden  freiwillig  zur  Abstempelung ­
  eingereicht  bis  auf  den  verhältnismäßig  geringen  Betrag  von
88500  M.  Diese  Stücke  wurden  für  kraftlos  erklärt  und  durch
junge  Aktien  ersetzt.  Eine  förmliche  Herabsetzung  des  Grundkapitals ­
  war  deshalb  nur  für  20  °/ 0  der  nicht  freiwillig  zur  Abstempelung ­
  eingereichten  88  500  M.  (also  um  17  700  M.)  erforderlich, ­
  Um  diesen  Betrag  wurde  das  Kapital  sofort  wieder  erhöht,
sodaß  es  nach  wie  vor  50  Mill.  M.  betrug.
Die  Geschäfte  der  Süddeutschen  Bank  werden  auch  nach
der  Fusion  in  unveränderter  Form  unter  der  Firma  Süddeutsche
Bank,  Abteilung  der  Pfälzischen  Bank,  von  den  seitherigen
Direktoren  weitergeführt.  Herr  Direktor  Arno  Kuhn  wird  zum
Vorstandsmitglied  der  Pfälzischen  Bank  mit  dem  Domizil  in
Mannheim  ernannt.  Der  Aufsichtsrat  der  Süddeutschen  Bank
wurde  im  folgenden  Jahre  in  denjenigen  der  Pfälzischen  Bank
aufgenommen,  um  dort  eine  gesonderte  Kommission  für  diese
Abteilung  der  Pfälzischen  Bank  zu  bilden.
Betrachten  wir  nun  die  Vorteile  und  Nachteile,  die  sich
aus  dieser  Finanztransaktion  für  die  beteiligten  Banken  ergaben,
so  muß  für  alle  drei  Institute  gemeinsam  als  wesentlichster
Gewinn  der  Eintritt  beziehungsweise  die  energische  Ausdehnung
des  Konzerns  der  Deutschen  Bank  in  Süddeutschland  genannt
werden,  an  dessen  Machtzuwachs  die  bezeichneten  Banken  indirekt ­
  partizipieren  und  durch  deren  Rückhalt  den  badischen
Instituten  eine  kräftige  Entwicklung  gewährleistet  wird.
Andererseits  ist  wiederum  eine  Folge  der  Konzentrationsbestrebungen ­
  im  Bankgewerbe  der  Verlust  der  Selbständigkeit
zweier  Bankuntemehmungen  Badens.  Während  sich  bei  der
Süddeutschen  Bank  die  Aufgabe  der  Selbständigkeit  durch  eine
Kette  von  Konzentrationsmomenten  nach  und  nach  vollzieht ­
  und  die  Einflußgewinnung  des  Deutschen  Bank-Konzerns
auf  das  infolge  des  bekannten  Rheinaukrachs  durch  zu  hohe
Akzeptgewährung  an  die  Mannheimer  und  Ludwigshafener  In ­
            
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