3, Titel: Miete. Pacht. S 581.
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Neber die befonderen Verpflidtungen des Pächter bei Vers
pachtung eines GemwerbebetriebsS oder eines Gejchaäftz val. unten
Bem. Il, B, 2.
N Ure fommt Häufig vor: Bachtung von Jagd- und FijdHereirechten, von
ienjtbarfeiten, {vomobl von Grunddienitbarfkeiten. wie aud) 3. VB. beim
NieBbrauch (vgl. Bem. 2 zu S 1059).
x) Sinfichtlih der Jagd verpachtung val. über die Verpflichtungen des
Verpächter8 unten Bem. UL, A, 1, Aubhlenbeck in Iur. Wichr. 1902
5. 554, ferner ift auch zu vergleichen & 835 Ubf. 2 Saß 2 wegen
5e8 Wildihadens8 (und gr. 5. DL. Bd. 4 S. 44 für Preußen),
ferner unten Bem. 1, 1 bezüglich der Form des Iagdpachtvertrags;
„ferner RGE. Bd. 52 S, 126 ff. über Kollifion der Sagdrechte des
Figentümers und des Vächter3 (preuß. Recht), fowie br. 5. DLG.
Stettin) Bd. 2 S. 40 RWollifion des dem Pächter zuftehenden IJagd-
sechtS mit dem vom Werpächter auszuübenden Foritichuß. Eingehend
jebandelt hier einfchlägige Einzelfragen (insbef. über Jagdverpachtung,
Einfluß des Konkurfes, A De 2c.) Srommbhold in Jherings
Xahrb. Bd. 53 S. 188 ff, „Ueber das Jagdrecht“. ı
, Heitzuhalten ift, Daß Gegenftand des Sagdpachtrecht3 das Jagdrecht
3ür ich it, alfo nicht bie zu bejagenden @runditücke, vol. insbe]. RNOEC.
Bd. 70 S. 70 ff, Sur. Wichr. 1909 S. 48 ff, RKOEC. Bd. 51 S. 279 ff.
Eine befondere Streitfrage bildet, ob die SS 571 ff. auch bei der Xaqd-
pacht Anwendung zu finden haben, ob insSbef. Kauf die Jagdver-
pacdhtung bricht, val. hierüber für Preußen ROES. Bd. 63 S., 293,
für Bayern vgl. Bloh in Bayr. 3. f. It. 1906 S, 160, Pollwein
Jafelbit S. 243 und Komm. 3. Jagd®. S, 25 ff, DLG. München
>benda S. 339, 1. ferner ipr. d. VLSG. (Kammerger.) Bd. 13
S. 382 ff. und (Stettin) S. 385, Btifhr. f. SagdNR. 1907 S. 22 ff.
und 72, Recht 1908 Mr. 2312. Da3Z RMeichagericht (Entich. Bd. 70
3. 70, Sur. Wichr. 1909 S. 48) verneint die Anwendung des
5 571 auch für den Hall, daß dem IJagdpächter die Benußung
nes SJagdhaufes überlafjen it unS ihm Wildäder zur Wer
ügung geftellt find, da e8 fih Diebei um Nebenleiftungen handelt,
ie nicht geeignet {ind, die rechtliche Natur des Vertrag3 zu ändern
ınd ihn zu einem Miet- oder Grundftücspachtvertrage zu machen.
m übrigen fan bei der Verpachtung einer Jagd auch das durch
Xrt. 69 €®. vorbehaltene Landesrecht eingreifen; val. die Bem.
ar jenem Artikel und auch unten Bem., I, 4, b und Bem. V, 4 fowie
erner Wöber in VBayr. 3. f. R. 1905 S. 211 ff.
leber Uftervberpachtung einer Jagd val. Rıpr. d. OLG. Bd. 13
5. 389, Sur. Wichr. 1906 ©. 423, NOE. Bd. 63 S. 293.
Beim Zildhereipacdhtvbertrag it der Regel nach als Gegenftand
der Verpachtung nicht ein Teil des Flufjes, Jondern die Berechtigung
ıl8 folche, die „Selbftbenußung der Zılcherei“ anzufjehen, ein Selpe
tändiger Schadenserfaßanfpruch ftebt dem Pächter gegen dritte Störer
‚eine8 Rechtes nicht zu; f. bayr. Oberft. LG. Seuff. Arch. Bd. 60
Nr. 229. Zür Bayern vgl. aber auch Art. 72 F. des bayr. Kich.®.
om 15. Auguft 1908. |
Ueber die Frage der Zuläffigfeit einer N
in ein Jagdpadhtredht val. Ripr. d. DL®. (Kaflel) Bd. 19 S. 22,
Hecht 1909 Nr, EEE TU 95 in Sbhberinas Sahrb. Bd. 53 S. 188 ff.
Seuff. Arch. Bd. 64 Nr. 160.
Ueber Befigfidhuß des JagdpächterS und Filhereiväcters
val. unten in Bem. IV, 2, a.
Wegen der Verpachtung eine Eijenbahnbetrieb8 vol. Sur. Wichr.
1898 S. 524.
Auch die Verpachtung eines TorffticdhsS, eines Steinbruchs ze. ift möglich
vgl. aber unten Bem. I, 4, a),
Befonder8 häufig ift jedoch die Pacht von ®rundftücken, insbefondere von
landmwirtihaftlidhen, und von Landgütern zwei verfchiedene
Begriffe, vgl. Bem. I zu 8 582 und Bem. II zu & 593).
. 2, Der Rächter erhält nicht nur das Recht auf den Gebrauch des Pachtgegen-
EDER Mieter, jondern auch dag Recht, gewifle Früchte desielben zu beziehen
wie na (R.).
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