Full text : Der Wald und seine Arbeiter

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Im
Jahre

Unfälle
wurden  festgestellt ­


Als  Verletzte
wurden
festgestellt

Darunter
befanden  sich
Getötete

Im
Jahre

Unfälle
wurden  festgestellt ­


Als  Verletzte
wurden
festgestellt

Darunter
befanden  sich
Getötete

1888

5102  -

808

354

1904

146  306

66  003

4976

1889

19  542

6  631

1368

1905

144  939

66  335

2907

1890

32  186  '

12  573  .

1877

1906

144  289

61  887

2872

1891

42  296

19  359

2153

1907

141  975

62  673

2843

1892

50  136

23  231

2026

1908

143  175

61  609

2980

''  \  '

1893

59  006

27  553

2142

1909

138  785

61  240

2942

,  1894

68  751

32  491

2261

1910

131  671

56  525

2788

1895

80  598

37  383

2213

1911

136  469

55  387

2853

1896

91  099

42  934

2363

1912

131  942

56  445

2899

1897

98  363

45  438

2474

1913

139  487

58  251

2872

|ji  A?

1898

103  159

47  683

2598

1914

—

51  886

2600

1899

107  861

51  287

2608

1915

99  145

40  591

2369

1900

106  917

50  311

2662

1916

95  088

41  740

2522

1901

116  185

55  983

2751

1917

89  812

39  871

2412

ff:

1902

122  532

57  934

2672

1918

76  552

36  111

2077

1903

133  085

62  397

2393

Die  Unfallgefahr  bei  der  Forstarbeit  und  erste  Hilfeleistung  bei  Unglücksfällen.
Die  Forstarbeit  ist  sehr  gefahrvoll.  Von  38  000  bis  46000  Arbeitern,  die
in  den  bayrischen  Staatsforsten  beschäftigt  wurden,  erlitten  jährlich,  von  1890
bis  1905,  10  bis  26  Arbeiter  bei  der  Arbeit  infolge  eines  Unfalles  den  Tod.
In  den  preußischen  Staatsforsten  betrug  von  durchschnittlich  157  000  Arbeitern ­
  die  Zahl  der  Getöteten  von  1895  bis  1905  32  bis  69  das  Jahr.
In  der  Unfallstatistik  wird  leider  die  Forstwirtschaft  mit  der  Landwirtschaft
zusammengeführt,  so  daß  man  genaue  Zahlen  über  die  alljährlich  in  der  Forst
vorkommenden  Unfälle  nicht  gesondert  aufführen  kann.  Jedenfalls  ist  aber
anzunehmen,  daß  ein  ziemlich  hoher  Prozentsatz  aus  den  folgenden  Zahlen
auf  das  Konto  der  Forstarbeiter  fallen  wird.
Unfälle  in  der  Land  -  und  For  st  wirtschaft.

Die  Zahlen  von  1918  sind  mit  den  früheren  Jahren  nicht  ohne  weiteres
vergleichbar,  da  die  Provinzen  Posen  und  Elsaß-Lothringen  nicht  berichtet  haben.
Zur  ersten  Hilfeleistung  in  Unglücksfällen  werden  in  12  Tarifen
den  Arbeitern  Verbandskasten  und  Material  geliefert.  In  22  Tarifen  ist  auch
hierüber  leider  keine  Bestimmung  enthalten.  Einpfehlenswert  ist  eine  Bestimmung ­
  in  dem  hessischen  Tarif,  nach  welcher  die  Holzhauer  durch  einen  Arzt
in  der  ersten  Hileleistung  bei  Unfällen,  insbesondere  beim  Anlegen  eines  Notverbandes ­
  unterwiesen  werden  sollen.  Nach  diesem  Tarif  werden  den  Arbeitern
Schutzhütten  mit  Herden  und  Oesen  zur  Verfügung  gestellt.
Entschädigung  für  Beihilfe  beim  Numerieren  und  Abposten,
Mordverrechnung,  Lohnzahlung.
Sehr  viel  Klage  ist  geführt  worden  über  die  Entschädigung  für  Numerieren ­
  und  Abposten.  In  den  meisten  Tarifen  ist  eine  Regelung  anscheinend
nicht  erfolgt.  In  23  Tarifen  wird  über  diesen  Gegenstand  nichts  gesagt.  Inwieweit ­
  diese  Arbeit  in  den  angeführten  23  Verträgen  nicht  in  Frage  kommt,
entzieht  sich  unseres  Wissens.  In  den  übrigen  Tarifen  ist  eine  Regelung  getroffen. ­
  Die  Entschädigung  für  diese  Arbeiten  ist  in  den  Tarifen  festgelegt.
Die  Lohnauszahlung  gab  von  jeher  zu  vielen  Beschwerden  Anlaß.  Die
Geldholer  und  Anszahler  mußten  sehr  oft  von  den  Arbeitern  für  ihre  Bemühungen ­
  entlohnt  werden.  Da  oft  sehr  weite  Wege  zu  den  Forstkassen  nötig
waren,  entstanden  den  Arbeitern  erhebliche  Kosten.  In  den  beiden  Tarifen
für  Schwarzburg-Rudolstadt  ist  diese  Angelegenheit  erledigt.  Für  die  Unter-
            
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