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und zwar ging die erste Turbine schon im Jahre 1864 aus
der Fabrik hervor. Doch bildeten diese Spezialitäten nicht
allein das Feld seiner Tätigkeit, sondern es erstreckte sich
dasselbe auf den gesamten allgemeinen Maschinenbau, Dampf
kessel, Dampfmaschinen, Transmissionen, Brauereimaschinen
und Aufzüge. Die von der Firma gepflegte Kesselfabrikation
gibt uns ein ausgezeichnetes Beispiel für eine Fabrikationsart,
bei welcher der Transportkostenfaktor nur nach einer Seite hin
und zwar ganz klar in die Erscheinung tritt. Die Kesselfabri
kation braucht den nahen Konsum, ohne welchen sie nicht
leben kann. Dies erklärt sich neben der Geringwertigkeit des
Fertigproduktes aus der Sperrigkeit der Ware. Die Kessel
fabrikation ist wie der Eisengießereiprozeß ein Sonderbetrieb
und auch hier nur im Anschluß an andere Fabrikationszweige
richtig. Die Eisengießerei verarbeitet auch Kundenguß, wäh
rend die Metallgießerei nur für den eigenen Bedarf tätig ist,
was ja auch bei der Kesselschmiede und der angegliederten
kleinen Kupferschmiede der Fall ist. Die Modelle werden in
eigener Modellschreinerei gefertigt. Die Fabrik sucht die hohen
Frachtkosten beim Bezüge von Rohmaterial verschiedentlich
zu verringern, indem sie teils am Platze bei Großhändlern, teils
in möglichster Nähe einkauft. Roheisen kommt deshalb aus
dem kgl. Hüttenwerk zu Amberg und den Rheinlanden; die
Halbfabrikate, wie Blech- und Stabeisen werden meist von
ansässigen Eisengroßhändlern bezogen, weil dies oft billiger,
stets aber schneller geschehen kann wie durch direkten Bezug
aus dem Werk, von denen viele überhaupt nur an Händler
liefern, weil sie mit diesen Lieferungsverträge abgeschlossen
haben. Diese Rohstoffe und Halbfabrikate werden mittels
ca. 140 Arbeitsmaschinen zu Fertigprodukten umgestaltet.
Die wichtigsten dieser Arbeitsmaschinen sind wohl die
mächtigen Drehbänke, Eisenhobel- und Eisenfraismaschinen,
Bohr-, Niet- und Stanzmaschinen, denen verschiedene Hebe
zeuge, besonders Kranen, Hilfe leisten. Den Antrieb liefert —
und dies ist für uns besonders wichtig — die Isar mit ihren
Wasserkräften, welche, ungeachtet der zentralen Lage des Be
triebes, mittels Turbinen und Transmissionen direkt zu der
maschinellen Aufbrauchungsstätte geleitet werden. Nur einige