50
XXV L
Angaben über den Umfang, den auf einigen Inseln der Rück
export angenommen hatte. Z. B. die von Mr. Robinson,
Mr. Spooner sowie von den Kaufleuten aus Roseau (auf
Dominica), wonach von den seit den letzten vier Jahren nach
Dominica importierten Negern 5 /s an die Franzosen und 2 ls
an die Spanier verkauft worden wären. Auf Grenada wären
seit 1784 11000 Neger verkauft; davon die volle Hälfte zu
billigeren Preisen an Fremde. Von Jamaika hätten Vs der
Importe das Land wieder verlassen ! Southey (III, S. 220)
schreibt: Von 1784—88 wären 27 553 Neger nach Barbadoes
gebracht worden; von ihnen wären nur 11 772 dort verblieben,
und 15 781 hätten die Insel wieder verlassen. —
Die bisherigen, auf amtlichen Quellen fufsenden Zahlen
kranken an der Annahme, dafs nur 38000 Neger von den
Engländern transportiert worden wären. In Wirklichkeit
müssen es mehr gewesen sein; denn die offiziellen Berichte
geben, wie bemerkt, keinen Aufschlufs über die heimlich in
das Ausland verschifften Sklaven. Nicht 38000, sondern sicher
lich 40—50 000 Neger segelten jährlich in englischen Schiffen
nach Amerika. Clarkson nimmt (Essay on Slavery etc., S. 32)
42000 an. Unter dieser Annahme würden dann nicht 53 °/o,
sondern kaum weniger als 2 /a der Transporte ins Ausland ge
gangen sein. Diese Behauptung wird im Report 1789 (VI,
„France“) von Mr. Bailie, Mr. King und Mr. Hubbert direkt
ausgesprochen: „They believe that there are forthy thousand
slaves annually purchased by the English, some of which are
sold upon the coast to French ships, and the remainder carried
off in British ships. One third of these are wanted for the
supply of the British islands, and the other two are dis
posed to foreigners.“ Diesbezügliche Notizen finden sich noch
bei Brougham (II, S. 100) und Southey (III, S. 23). Dafs
damals jährlich tatsächlich mehr als die von den englischen
Behörden geschätzten 74000 Sklaven von den europäischen
Nationen über das Meer verschleppt wurden, bekunden aulser
den erwähnten Angaben auch Blake (S. 108), Clarkson (Ess.
on Slavery, S. 35), Isert (S. 348) u. a.
Grofsbritannien brauchte damals bei weitem nicht mehr
die meisten Sklaven von allen europäischen Nationen. Frank
reich bedurfte für seine Kolonien fast dreimal so viel Neger
als England, auch Portugal viel mehr, wie folgende Tabelle
bezeugt. Es bedurften um 1789 an jährlichen Zufuhren un
gefähr durchschnittlich :
Sklavenimporte
Die französischen Kolonien 40000 (siehe S. 06),
„ portugiesischen „ . . 20—25 000 (Poss. Ann. 1800,
Nov. 4 Stück),
„ englischen „ 15 000
„ holländischen „ 7 000 (Brougham 1,532)