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Dem steht ein Minus von etwa 2 1 / a Millionen
Mark bei der inländischen Tabaksteuer gegenüber, da die
erwartete kleine Verbrauchszunahme für deutschen Tabak
ausblieb; es fand vielmehr ein kleiner Verbrauchsrückgang
*) statt.
Verschiedene Erörterungen, in denen der finanzielle
Erfolg der Tabaksteuer noch bestritten wurde, gingen
davon aus, daß man den zu erwartenden Mehrertrag
von Anfang an um 5 Millionen Mark hätte höher ansetzen
können, wenn die Ertragsberechnungen der Finanzkommission
den für die Zukunft erwarteten Gesamtertrag
nicht in Beziehung zu dem ungewöhnlich hohen Ertrage
des Jahres 1907, sondern zu dem Durchschnittsertrage
der fünf Jahre 1903/07 gesetzt hätten, der um 5 Millionen
Mark niedriger war. Das war allerdings finanztechnisch
nicht gut möglich, weil bei der gesamten Finanzreform
für die Berechnungen der notwendigen Mehreinnahmen
der Ausgangspunkt das Jahr 1907 war.
Aber auch wenn man beim Tabak hiervon abgewichen
wäre, so wäre dann allerdings der für die Zukunft zu
erwartende Mehrertrag um 5 Millionen Mark höher in
Erscheinung getreten, doch wäre naturgemäß das ganz
auf 160 Mark geschätzte Durchschnittspreis für den Doppelzentner wertzollpflichtiger
Tabakblätter nach den Monatsnachweisen für Januar bis
Juni 1911 in Wirklichkeit auf ca. 168 Mark stellt.
*) Der Verbrauch betrug im Erntejahre 1908 . . . 250000 dz
„ „ 1909 . . . 222000 „
„ „ 1910 ca. 230 000 „ ,
während man mit einer Zunahme der Produktion und Versteuerung
deutschen Tabaks bis auf ca. 270000 dz gerechnet hatte.