Full text: Zur Wertzollfrage

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Mark (Einfuhrwert), an Puder, Schminken, wohlriechen 
den Salben und künstlichen Riechstoffen — Pos. 354, 355, 
358 — für 2 Millionen Mark (Einfuhrwert). Vorerst noch 
mutz die Schätzung vor der Frage ganz versagen, bis zu 
welcher gewaltigen Gesamthöhe der Betrag der vorerwähn 
ten 51 Millionen Mark des Einfuhrwertes anschwillt, 
wenn die genannten Waren in fertiger Gebrauchsform 
den kaufenden Frauen vom Kleinhandel zugeführt werden. 
Neben Seidenstoffen und Straußenfedern werden in 
Anbetracht der klimatischen Verhältnisse Deutschlands 
insbesondere ausländische Felle zu Pelzwerk und 
Kürschnerwaren als Gegenstände des Lurusverbrauchs 
anzusehen sein, an dem, zumal bei der herrschenden 
Mode, vorzugsweise Frauen beteiligt sein dürften. Wie 
weit hier die Freude am Prunke schon gediehen ist, zeigt 
das Stratzenbild unserer Großstädte, in denen für Tau 
sende von Frauen (und hierunter auch schon zahl 
reichen des Mittelstandes, wie von Pelzhändlern ver 
sichert wird) die Dauer des Winters nicht mehr aus 
reicht, um genügend lange ihren Pelzschmuck zu 
zeigen. Auch die wohl mit übertriebener Vorsicht zu 
Werke gehende Schätzung, welche die gesamte Pelz 
ausfuhr von der Pelzeinfuhr abzieht, gelangt dazu, 
daß wenigstens 25000 Doppelzentner unserer Jahresein 
fuhr von Fellen zu Pelzwerk und Kürschnerwaren (Pos. 
155 3 und b, 563 2 und b, 564,565) in Deutschland bleiben. 
Und wenn man ebenso in vorsichtigster Schätzung einen 
Wert von nur rund 2400 Mark für den Doppelzentner im
	        
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