Full text: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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zwischen erfahrbaren Gründen und Folgen hängt. 
Nur so entsteht Wissenschaft, nur so erobert sich der 
menschliche Geist — keuchend und strauchelnd, ver 
dammt oder verachtet vom Metaphysiker, verlacht 
von der Menge — die Welt der Erscheinungen um 
uns. Das hat sich damals vollzogen, es vollzog sich 
im Glanz einer Begeisterung, mit einer Kraft und 
Originalität, die nur zu bald verglühten. 
Die Sozialwissenschaften gewannen dabei — zu 
gleich mit selbständiger Existenz — Konzentration, 
Bewegungsfreiheit, positive Aufgaben und die Mittel 
zu ihrer Lösung. Und auch die Theologie gewann; sie 
wurde von Dingpn befreit, die für sie unbeherrsch 
bar und lästiger und gefährlicher Ballast geworden 
waren, die sie zu Parteistellungen in tausend Fragen 
nötigten, die, ihrem Wesen fremd, sie zu überflüssigen 
Kämpfen und Verlusten führten. 
Aber wie alle Geistestaten, so gelang auch dieser 
entscheidende Schritt nur nach vielen und durch viele 
Verirrungen. Ich habe seinen Sinn, sein Wesen zu 
charakterisieren versucht, so wie es sich uns in seinen 
Konsequenzen für die sozialwissenschaftliche Arbeit 
dar stellt. Auf der Oberfläche jedoch erscheint noch 
manches andere, was keinen bleibenden Wert hatte 
und uns so manche melancholische Wahrheit über 
die Art und Weise sagt, wie unser Geist arbeitet und 
fortschreitet. Statt zu begreifen, daß Glauben und 
Analysieren auf verschiedenen Ufern eines Stromes 
liegen, über den keine intellektualistische Brücke 
führt, und daß vernunftmäßiges Begreifen seine 
Schranken hat, hielt man nun die Bahn für frei zu
	        
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