Full text : Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Tälern  durchschnitten,  welche  längs  des  Seret  und  insbesondere  des
Prut  in  ausgedehnte  Ebenen  übergehen.
Südlich  des  Hügellandes  liegt  das  Flachland.  Es  tritt  östlich
der  Poroina-  und  Stärrnina-Berge  deutlich  in  Erscheinung  und
mißt  in  der  Länge  zwischen  Cetatea  und  der  Mündung  der  Jalointtyx
  200  km.  Vom  Berglande  wird  es  durch  eine  Linie  geschieden,
welche  von  der  Corbul-Jnsel  in  der  Donau  über  Ciutura,  Caracal,
Piteyti,  Gae^ti,  Titu,  Targoviyte,  Bucov,  Mizil,  Buzeu,  Rämnicul
Särat  und  Foc^ani  führt.  Von  dieser  Linie  erstreckt  es  sich  in  einer
mitten  120  km  umfassenden  und  gegen  beide  Enden  zu  abnehmenden ­
  Breite  bis  zur  Niederung  der  Donau,  die  durch  den  sogenannten
Donaurücken  abgegrenzt  wird.  Der  Donaurücken  überhöht  die
Donau  um  30  bis  90  m  und  begleitet  sie  bis  abwärts  von  Ealafat,
wo  er  in  den  zwischen  Eiuperceni  und  Rast  gelegenen  Dünen  verschwindet, ­
  um  am  linken  Ufer  der  Seen  Nedeea,  Potelul,  Subaia
wieder  zu  erscheinen  und  sich  östlich  des  Eriechensees  und  nördlich
des  Sees  Boian  fortzusetzen  und  von  Socarici  an  dem  Borcea-Arm
der  Donau  zu  folgen.  An  der  Mündung  der  Jalomifa  verläßt  er
den  Hauptarm  der  Donau  und  nähert  sich  ihm  erst  bei  Braila,  von
wo  er  bis  unterhalb  Ealatz  streicht.  Das  rumänische  Flachland  zerfällt ­
  in  zwei  ihrem  Charakter  nach  verschiedene  Teile.  Der  nördliche,
unmittelbar  an  das  Hügelland  anschließende  Teil  ist  wasserreich  und
zeichnet  sich  durch  eine  üppige  Vegetation  aus.  Dagegen  hat  der
südliche,  an  den  Donaurücken  grenzende  Teil,  der  an  seiner  breitesten ­
  Stelle  zwischen  der  Donau  und  dem  Isthmus  Jalomiha-Mostiyte
  bei  Urziceni  35  km  mißt,  mehr  Steppencharakter.  Wasser
findet  sich  weder  in  der  Tiefe,  noch  an  der  Oberfläche  vor,  und  die
Flußläufe  sind  tief  eingeschnitten.  Die  Gegend  ist  wüst,  insbesondere
im  Bärnov  westlich  von  Eiurgiu  und  im  Baragan.
Die  Niederung  der  Donau  beginnt  beim  Eisernen  Tor
und  umschließt  das  rumänische  Flachland  im  Westen,  Süden  und
Osten.  Sie  hat  eine  Länge  von  700  km  sowie  eine  wechselnde
Breite  von  10  bis  zu  25  km  und  ist  überreich  an  Wasseradern  und
stehenden  Gewässern.  Von  Galatz  abwärts  ändert  die  Donauniederung ­
  ihren  Charakter,  einerseits  infolge  ihrer  Erweiterrmg  zum
Stromdelta,  andererseits  wegen  der  zahlreichen  Unterbrechungen
des  Donaurückens  durch  transversale  Senkungen,  in  denen  große
Teen  ihren  Platz  finden.  Auf  dem  rechten  Ufer  ist  die  Donauniederung ­
  besser  begrenzt  durch  das  Massiv  der  Dobrudscha;  trotzdem ­
  finden  im  Raume  zwischen  der  Donau  und  den  Höhen  mehrere
große  Seen  Platz,  wie  der  Jijia-,  Popina-  und  Earpina-See.  Das
Donau-Delta  endlich  umfaßt  zwischen  dem  Kilia-  und  St.  Georgs-Arme
  2676  qkm,  die  dem  Meere  durch  die  Ablagerungen  des
            
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