Full text : Wirtschaftspolitisches Handbuch von Rumänien

Aufbau

Gewässer  vor.  Fast  alle  liegen  in  der  Donauniederung.  Die  größten
unter  ihnen  sind:  Nedeea  im  Kreise  Dolj,  Potelul  im  Kreise  Romanahi,
  tzuhaia  im  Kreise  Teleorman,  lacul  Erecilor  im  Kreise
Jlfov,  Boianu  und  Cälära?i  westlich  der  Stadt  Cälara?i,  Brate?
im  Kreise  Covurluiu,  Amara  und  Balta  albä  im  Kreise  Rämnicul
sarat,  Dorohoiu  im  Kreise  Dorohoiu  usw.*).

3.  Aufbau
Der  nördliche  und  nordwestliche  Teil  von  Rumänien  besteht
aus  2  kristallinischen  Schichtgesteinsmassen.  Die  eine  geht  von  der
Donau  bei  Verciorova  aus,  reicht  bis  in  das  Tal  der  Jalomiha  und
bildet  die  großen  Bodenerhebungen  dieses  Landesteils,  die  andere
beginnt  beim  Eintritte  der  Bistricioara  in  Rumänien  und  setzt  sich
nach  der  Bukowina  und  der  Marmarosch  hin  fort.  Beide  sind  vielfach ­
  von  Eruptivgesteinen,  wie  Granit,  Diorit,  Diabas,  Porphyrit,
Serpentin,  Andesit,  Trachyt  usw.  durchsetzt  und  enthalten  verschiedene ­
  Mineralien,  so  Hämatit,  Mangan  im  Norden  der  Moldau,
Eisen  im  Kreise  Suceava,  Bleiglanz,  Blende  im  Kreise  Muscel,
Kupfererze  in  Baia  de  arama,  goldhaltige  Quarze  im  Kreise  Bälcea
usw.  Aber  die  kristallinischen  Schichten  und  um  sie  herum  sind  primäre ­
  und  sekundäre  Sedimentgesteine  gelagert.  Zu  den  ersteren
zählt  der  quarzhaltige,  Anthrazit  führende  Sandstein,  welcher  die
sogenannte  Schelaformation  bildet  und  allem  Anscheine  nach  dem
Karbon-Perm  angehört;  die  letzteren  stammen  aus  Trias  und  unterer
Kreide.  In  den  südlichen  Karpathen  endlich  ist  Jura  und  untere
Kreide  in  fast  allen  Formen  (Lias,  Dogger,  Malm,  Reocom,  Aptien)
vom  Kreise  Prahova  an  bis  zum  Kreise  Mehedinfi  vertreten.
An  die  alten  Schichtgesteine  schließt  sich  ein  breiter  Gürtel
oberer  Kreide  (Cenoman  und  Senon)  und  alttertiärer  Formationen
an,  welcher  den  sogenannten  Karpathenflisch  bildet  und  sich  von
der  Grenze  der  Bukowina  bis  zum  Dämbovifa-Tal  erstreckt.  Dieser
Gürtel  besteht  am  inneren  Rande  meist  aus  Konglomeraten  und
Sandstein,  welcher  mit  Mergelschichten  abwechselt,  am  äußeren
Rande  aber  in  der  Tiefe  aus  Rumulithensandstein  und  in  der  Höhe
aus  Menilithschichten  mit  zahlreichen  Fischabdrücken  des  Oligozäns.
Vom  Dämbovifa-Tale  an  laufen  die  Flischschichten  längs  der  älteren
Formationen  nach  Westen  und  treten  nur  hie  und  da  golfartig  in
die  letzteren  ein.  Sie  enden  bei  Gura-Väii.

)  Vgl.  Michailescu,  Curs  elementar  de  geografie.  Bueure^ti,  1893.
            
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