Kap. II.
Folgerungen aus Tatsachen.
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fahren nur den armseligsten Unterhalt gewinnenden Bauern in die
Alanen von Wucherern getrieben werden, die womöglich noch hab
gieriger sind als die Zemindars. Auf Salz, das überall ein notwendiger
Bedarfsartikel ist, aber von besonderer Notwendigkeit da, wo die Nahrung
fast ausschließlich vegetabilisch ist, liegt eine Steuer von 1200 Pro
zent, so daß dessen industrielle Benutzung sich dadurch verbietet, und
große Nassen des Volkes nicht genug erschwingen können, um sowohl
sich als auch ihr Vieh gesund zu erhalten. Unter den englischen Beamten
steht eine porde von eingeborenen Angestellten, die bedrücken und
erpressen. Die Wirkung des englischen Rechts mit seinen strengen Regeln
und seinem für den Eingeborenen geheimnisvollen Verfahren, hat nur
dazu gedient, ein mächtiges Werkzeug der Plünderung in den pänden
der eingeborenen Wucherer zu werden, von denen die Bauern zu den
ausschweifendsten Bedingungen zu borgen genötigt sind, um ihre Steuern
Zahlen zu können, und denen gegenüber sie sich leicht bewegen lassen,
Verpflichtungen zu übernehmen, deren Sinn ihnen unverständlich ist.
Florence Nightingale stößt folgenden Stoßseufzer aus: „wir kümmern
uns nicht um das indische Volk; der traurigste Anblick, der im Grient,
ia vielleicht in der Welt, zu sehen ist, ist der Bauer unseres indischen
Aeiches." Und dann weist die genannte Schriftstellerin die Ursachen
der schrecklichen Pungersnotperioden in den Steuern nach, welche den
Bauern selbst die Mittel zur Bebauung entziehen, sowie in der tat
sächlichen Sklaverei, der sie „infolge unserer eigenen Gesetze" unterworfen
sind, und die in dem fruchtbarsten Lande der Welt und vielen Grten,
wo eine eigentliche Hungersnot nicht existiert, doch einen quälenden
chronischen Zustand halben Verhungerns erzeugt*). „Die Hungers
nöte, die Indien verheeren", sagt Es. M. Hyndman**), „sind haupt
sächlich Geldnöte; Männer und Frauen können keine Nahrung finden,
weil sie nicht das Geld erübrigen können, sie zu kaufen. Dennoch sind
wir, sagt man, gezwungen, diese Leute noch mehr zu besteuern." Er
Zeigt, wie selbst aus Hungersnotdistrikten Nahrungsmittel behufs Zahlung
r>on Steuern ausgeführt werden, und wie das ganze Indien einem
beständigen und erschöpfenden Abflusse unterworfen ist, der, in Ver
bindung mit den enormen Rosten der Regierung, die Bevölkerung Jahr
Miü rrmbtinaale enäblt (in dem „Nineteenth Century" für August 1878) Bei-
spiele L-L! ch.ft i» U «ie sie !---> -°°e" ich-» »
Millionen von Fällest durch den Vorschub geraten smd, welchen die Ger.ch shofe den
Bedrückungen und Betrüaereien der Wucherer und eingeborenen Unterbeamten leisten
..Unsere Gerichtshöfe werden als Institute betrachtet um^ deui Reichen zu befähigen ,e
Armen ru knockten und viele suchen vor der Genchtsbarkert derselben tn den unter em-
9.boS£ SSfe SÄ Stea*« E Zuflucht" sagt Är David wedderburn
in einem Aufsatz über die unter englischem Schutz stehenden Fürsten Indiens m der
voraufaehenden (Iuli-)Nummer derselben Zeitschrift, m welcher er auch emen eingeborenen
Staat, dessen Besteuerung verhältnismäßig leicht ist, als etn Beispiel des blühendsten
chnstandes unter der Bevölkerung Indiens anführt. .
**) Man sehe die Artikel im „Nineteenth Century" für Oktober 1878 und Marz I87tz.