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Buch VI.
Das Heilmittel.
Ls gibt viele Leute, die noch den behaglichen Glauben bewahren
daß der materielle Fortschritt schließlich die Armut ausrotten werde,
und viele erblicken in der vorbauenden Einschränkung der Bevölkerungs
vermehrung das wirksamste Mittel, allein der Irrtum dieser Ansichten
wurde bereits hinlänglich bewiesen. Wir wollen jetzt untersuchen, was
zu erhoffen ist:
I.. von größerer Sparsamkeit in der Staatsverwaltung;
2. von besserem Unterricht der arbeitenden Klassen, sowie von
besserer Gewöhnung an Fleiß und Sparsamkeit;
3. von Koalitionen der Arbeiter zur Erhöhung der Löhne;
von der Assoziation der Arbeit und des Kapitals;
5. von der Leitung und Einmischung der Regierung;
6. von einer allgemeineren Verteilung des Grund und Bodens.
Unter diese sechs Rubriken können wir, glaube ich, im wesentlichen
alle Hoffnungen und Vorschläge für die Milderung des sozialen Elends
zusammenfassen, abgesehen von der ebenso einfachen als durchgreifenden
Maßregel, welche ich vorschlagen werde.
Von größerer Sparsamkeit in der Staatsverwaltung.
Bis vor wenigen Jahren war es ein Glaubensartikel bei den Ameri
kanern und eine von den Liberalen Europas geteilte Ansicht, daß die
Armut der niedergetretenen Massen der Alten Welt auf die aristokratischen
und monarchischen Einrichtungen derselben zurückzuführen seien. Dieser
Glaube ist schnell verschwunden, nachdem unter den republikanischen
Einrichtungen der Vereinigten Staaten soziales Elend gleicher Art,
wenn auch nicht von derselben Stärke, wie das in Europa herrschende,
aufgetreten ist. Aber noch immer werden die sozialen Leiden großen
teils der ungeheuren Lasten, welche die bestehenden Regierungen auf
erlegen — den großen Schulden, den Heeren und Flotten samt allen
dazu gehörenden Einrichtungen, der Verschwendung, welche ebensowohl
republikanischen wie monarchischen Herrschern und namentlich auch
städtischen Verwaltungen eigen ist, zugeschrieben. Dem muß in den
Vereinigten Staaten noch die mit dem Schutztarif zusammenhängende
Räuberei hinzugefügt werden, welche für jede 25 Gents, die der Staat
erhält, einen Dollar, vielleicht aber auch vier oder fünf, aus den Taschen
der Konsumenten nimmt. Der Zusammenhang zwischen den dem
Volke auf diese Weise genommenen Summen und den Entbehrungen
der unteren Klassen scheint allerdings klar zu sein, und bei oberflächlicher
Betrachtung ist es natürlich, vorauszusetzen, daß eine Ermäßigung der
so nutzlos auferlegten ungeheuren Lasten es den Ärmsten leichter machen
würde, ihr Brot zu finden. Eine Betrachtung der Sache im Lichte der
bis hierher aufgestellten nationalökonomischen Grundsätze wird jedoch
zeigen, daß dies nicht die Wirkung sein würde. Eine Ermäßigung des
.von dem Gesamtprodukt eines Landes durch Besteuerung erhobenen