Full text : Fortschritt und Armut

Einleitung.
Das  Problem.
Ihr  baut,  ihr  baut,  aber  ihr  tretet  nicht  ein,
wie  die  Stänrnre,  die  die  wüste  begrub  in  ihrer  Sünden  Peirij
vor  denr  verheißnen  Land  verschmachtet  ihr  und  sinkt
LH'  euer  müdes  Auge  sein  herrlich'  Grün  noch  trinkt.
Mrs.  Sigourne?.
Das  gegenwärtige  Jahrhundert  ist  durch  eine  erstaunliche  Vermehrung
von  Güter  hervorbringender  Kraft  ausgezeichnet.  Die  Verwendung
von  Dampf  und  Elektrizität,  die  Einführung  verbesserter  Methoden
und  arbeitersparender  Maschinen,  die  größere  Teilung  und  der  großartigere ­
  Maßstab  der  Produktion,  die  wunderbare  Erleichterung  des
Austausches  haben  die  Leistungsfähigkeit  der  Arbeit  enorm  vervielfältigt. ­

Zu  Anfang  dieser  wunderbaren  Zeit  war  die  Erwartung  nur
natürlich  und  wurde  auch  allgemein  gehegt,  daß  arbeitersparende  Erfindungen ­
  dazu  beitragen  würden,  die  Mühsal  des  Arbeiters  zu  erleichtern
und  die  Lage  desselben  zu  verbessern;  daß  die  enorme  Vermehrung
an  Güter  hervorbringender  Kraft  wirkliche  Armut  zu  einem  Dinge
der  Vergangenheit  machen  würde,  Hätte  einer  der  Männer  des  letzten
Jahrhunderts  —  ein  Franklin  oder  Priestley  —  in  einem  Zuknnftstraume
  sehen  können,  wie  das  Dampfboot  an  die  Stelle  des  Segel*
schiffs,  der  Eisenbahnzug  an  die  der  Post-  und  Frachtwagen,  der  Dampfmäher ­
  an  die  der  Sense,  der  Dampfdrescher  an  die  des  Dreschflegels
trat;  hätte  er  das  Stöhnen  der  Maschinen  hören  können,  die,  dem  menschlichen ­
  willen  und  der  Befriedigung  menschlicher  wünsche  dienstbar^
mehr  vermögen  als  alle  Menschen  und  alle  Lasttiere  der  Erde  zusammengenommen; ­
  hätte  er  sehen  können,  wie  die  Bäume  des  Waldes
fast  ohne  Zutun  der  menschlichen  Hand  in  fertige  Türen,  Fenster,
Laden,  Kisten  und  Fässer  umgewandelt  werden;  wie  die  großen  Werkstätten ­
  kistenweise  Stiefel  und  Schuhe  mit  weniger  Arbeit  anfertigen
als  der  altmodische  Schuster  zum  Auflegen  einer  Sohle  brauchte;  wie
in  den  Dampfwebereien  unter  den  Augen  eines  Mädchens  Baumwolle
schneller  in  Tuch  verwandelt  wird  als  Hunderte  kräftiger  Weber  es  auf
Handstühlen  zu  Wege  gebracht  haben  würden;  wie  Hammerwerke
Mammutröhren  und  mächtige  Anker  schmieden,  und  zierliche  Maschinen
            
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