Full text : Fortschritt und Armut

Über  die  Wirkung  auf  Individuen  und  auf  Klassen.

Aap.  III.

und  Grundstück  verschafft  hat,  auf  dein  er  wohnt  und  den  er  mit  Befriedigung ­
  als  einen  Grt  ansieht,  von  dem  im  Falle  seines  Todes  seine
Familie  nicht  vertrieben  werden  kann.  Er  wird  nicht  benachteiligt  werden,
im  Gegenteil,  er  wird  nur  gewinnen.  Der  Verkaufswert  seines  Grundstückes ­
  wird  sinken  oder  theoretisch  ganz  verschwinden;  aber  dessen  Nützlichkeit ­
  für  ihn  wird  nicht  verschwinden,  und  es  wird  seinen  Zweck  so  gut
erfüllen  wie  je.  Auch  der  wert  aller  anderen  Grundstücke  wird  im
gleichen  Verhältnis  abnehmen  oder  verschwinden,  allein  jeder  behält
dieselbe  Sicherheit,  stets  das  Grundstück  zu  behalten,  das  er  zuvor  hatte.
Das  heißt,  er  verliert  nur  in  dem  Sinne,  wie  jemand,  der  sich  ein  Paar
Stiefel  gekauft  hat,  durch  das  spätere  Sinken  des  Preises  der  Stiefel
verliert.  Seine  Stiefel  werden  ihm  gerade  so  nützlich  sein,  und  das  nächste
Paar  kann  er  billiger  erhalten.  Ebenso  wird  dem  Pausbesitzer  sein  Grundstück ­
  geradeso  nützlich  sein,  und  wenn  er  sich  ein  größeres  Grundstück
anschaffen  oder  für  seine  Heranwachsenden  Rinder  eigene  Wohnhäuser
besorgen  will,  so  wird  er  sogar  hinsichtlich  der  Grundstücke  gewinnen.
Und  in  anderen  Beziehungen  wird  er  schon  gegenwärtig  sehr  bedeutend
gewinnen.  Denn  er  wird  zwar  für  seinen  Grund  und  Boden  mehr
Steuern  zu  zahlen  haben,  geht  aber  frei  aus  für  sein  paus  und  alle
Verbesserungen,  für  sein  Mobiliar  und  persönliches  Vermögen,  für  alles,
was  er  und  seine  Familie  essen,  trinken  und  tragen,  während  zugleich
sein  Verdienst  durch  die  Steigerung  der  Löhne,  die  beständige  Beschäftigung ­
  und  die  erhöhte  Lebhaftigkeit  in  Pandel  und  Wandel  sich  vermehrt.
Sein  einziger  Verlust  wird  eintreten,  wenn  er  sein  Grundstück  zu  verkaufen
wünscht,  ohne  ein  anderes  zu  nehmen,  doch  wird  dies  im  Vergleich  zu
dem  großen  Gewinne  nur  ein  kleiner  Verlust  sein.
Und  ebenso  mit  dem  Landmanne.  Zch  spreche  jetzt  nicht  von  den
Landleuten,  die  nie  den  Griff  eines  Pflugs  berühren,  die  Tausende
von  Morgen  bebauen  und  ein  Einkommen  besitzen  wie  die  reichen  Pflanzer
des  Südens  vor  dem  Kriege,  sondern  von  den  arbeitenden  Landleuten,
die  eine  so  große  Klasse  in  den  vereinigten  Staaten  ausmachen,  Leute,
die  kleine  Güter  besitzen,  welche  sie  mit  pilfe  ihrer  Söhne  und  vielleicht
eines  Arbeiters  bebauen,  und  die  in  Europa  Bauern  genannt  werden
würden.  Paradox,  wie  es  diesen  Leuten  erscheinen  mag,  ehe  sie  die  volle
Tragweite  des  Vorschlages  begreifen,  so  haben  sie  doch  von  allen  Klassen
über  der  des  bloßen  Arbeiters  am  meisten  dabei  zu  gewinnen,  wenn  alle
Steuern  auf  den  wert  des  Landes  gelegt  werden.  Daß  sie  jetzt  nicht  ein
so  gutes  Auskommen  haben,  wie  es  ihnen  ihre  harte  Arbeit  verschaffen
sollte,  fühlen  sie  im  allgemeinen  wohl,  wenn  sie  auch  die  Ursache  nicht
Zu  ermitteln  wissen.  Tatsache  ist,  daß  die  Besteuerung  in  ihrer  jetzigen
Erhebung  mit  besonderer  Parte  auf  sie  fällt.  Sie  werden  auf  alle  ihre
Verbesserungen  besteuert  —  auf  päuser,  Scheunen,  Zäune,  Ernten  und
Viehbestand.  Das  in  ihrem  Besitz  befindliche  persönliche  Eigentum  kann
nicht  so  leicht  verborgen  oder  unter  seinem  wert  geschätzt  werden  als  die
kostspieligeren  Gbjekte,  die  sich  in  den  Städten  konzentrieren.  Sie  müssen

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