Full text : Fortschritt und Armut

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Die  Wirkungen  des  Heilmittels.

Buch  IX.

nicht  bloß  für  persönliches  Eigentum  und  für  Verbesserungen  Steuern
zahlen,  denen  die  Besitzer  von  unbenutztem  Lande  entgehen,  sondern
ihr  Grund  und  Boden  ist  auch  gewöhnlich  höher  besteuert  als  Land  in
spekulativem  Besitz,  einfach  weil  es  angebaut  ist.  Ferner  fallen  alle
Verbrauchssteuern  und  besonders  diejenigen,  die,  wie  unsere  Schutzzölle, ­
  behufs  Erhöhung  der  Warenpreise  ausgelegt  sind,  ohne  Linderung
auf  den  Landmann.  Denn  in  einem  Lande,  wie  die  Vereinigten  Staaten,
das  Ackerbauprodukte  ausführt,  kann  der  Landmann  nicht  beschützt
werden,  wer  auch  gewinnt,  er  muß  verlieren.  Vor  einigen  Jahren  veröffentlichte ­
  die  Freihandelsliga  von  New  X}oxi  eine  Tabelle,  welche  die
auf  verschiedene  notwendige  Artikel  gelegten  Zölle  veranschaulichte
und  etwa  besagte,  daß  der  Landmann  am  Morgen  aufsteht  und  seine
mit  40  Prozent  besteuerten  bsosen,  sowie  seine  mit  30  Prozent  besteuerten
Stiefel  anzieht,  ein  Licht  mit  einem  mit  200  Prozent  besteuerten  Zündhölzchen ­
  anzündet  und  so  weiter,  bis  er,  getötet  durch  die  Besteuerung,
mit  einem  mit  45  Prozent  besteuerten  Seile  ins  Grab  hinabgelassen
wird.  Dies  ist  nur  ein  drastisches  Beispiel  der  Art  und  weise,  wie  solche
Steuern  schließlich  wirken.  Der  Landmann  würde  durch  die  Einführung
einer  einzigen  Steuer  auf  den  wert  des  Grund  und  Bodens  an  Stelle
all  dieser  Steuern  bedeutend  gewinnen,  denn  die  Besteuerung  der
Landwerte  würde  mit  der  größten  Wucht  nicht  aus  die  landwirtschaftlichen ­
  Distrikte  fallen,  wo  der  wert  des  Bodens  verhältnismäßig  gering
ist,  sondern  auf  die  Städte,  wo  er  hoch  ist,  wohingegen  die  Steuern  auf
persönliches  Eigentum  und  auf  Verbesserungen  gerade  so  schwer  auf  das
flache  Land  wie  auf  die  Stadt  fallen.  Und  in  schwach  bevölkerten  Gegenden ­
  würden  kaum  irgendwelche  Steuern  vom  Landmann  zu  zahlen  sein.
Denn  da  die  Steuern  vom  wert  des  bloßen  Landes  erhoben  würden,
so  fielen  sie  auf  unangebautes  Land  ebenso  schwer  wie  auf  bebautes.
Das  verbesserte  und  bebaute  Gut  mit  seinen  Gebäuden,  Zäunen,  Obstgärten, ­
  Ernten  und  seinem  Vichstand  könnte  Morgen  für  Morgen  nicht
höher  besteuert  werden  als  das  unbenutzte  Land  gleicher  Oualität.  Die
Folge  wäre,  daß  der  Spekulationswert  niedergehalten  wird  und  bebaute ­
  und  verbesserte  Güter  keine  Steuern  zu  zahlen  haben  würden,
bis  das  Land  umher  angebaut  wäre.  In  der  Tat  würde,  so  paradox
es  ihnen  zuerst  scheinen  mag,  die  Wirkung  einer  einzigen  Grundsteuer
die  sein,  die  härter  arbeitenden  Landleute  von  aller  Besteuerung  zu
befreien.
Indes  der  große  Gewinn  des  arbeitenden  Landmannes  wird  erst
ersichtlich,  wenn  die  Wirkung  aus  die  Verteilung  der  Bevölkerung  erwogen ­
  wird.  Die  Beseitigung  der  Spekulationspreise  des  Grund  und
Bodens  würde  daraus  hinwirken,  die  Bevölkerung,  wo  sie  zu  dicht  ist,
zu  zerstreuen  und  wo  sie  zu  dünn  ist,  zu  konzentrieren;  an  Stelle  von
Mietskasernen  gartenumgebene  bsäuser  zu  setzen  und  landwirtschaftliche
Distrikte  vollständig  anzubauen,  ehe  Leute,  die  Grund  und  Boden  bearbeiten ­
  wollen,  in  die  Ferne  getrieben  werden.  Die  Bewohner  der
            
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