Full text : Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

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Diese  Zahlen  geben  ein  zufriedenstellendes  Bild;  die  Häuser  zu  a
und  b  sind  mit  zwei  Ausnahmen  einstöckig  und  liegen  in  der  alten
Dorfstrrße,  die  übrigen  verteilen  sich  meist  aus  die  Woltersdorfer  Straße.
Unangenehm  fallen  nur  auf  die  zu  b  und  i  bezeichneten  Gebäude.
Diese  sind  jedoch  nicht  als  zwei  Gebäude  anzusehen/)  sondern  es  handelt
sich  in  dem  Falle  b  um  ein  Gehöft,  bei  dem  ein  Wirtschaftsgebäude
in  ein  Wohnhaus  umgewandelt  wurde.  Die  Wohnungsverhältnisse  sind
hier  nicht  gerade  schlecht  zu  nennen,  unwürdig  aber  eines  Menschen
im  20.  Jahrhundert  ist  die  Zusammenpferchung  unter  i.  Dieses  Wirtschaftsgebilde
  besteht  aus  zwei  einstöckigen  Vorderhäusern.  In  dem
einen  befindet  sich  eine  Schaukwirtschaft,  die  mit  einem  Tanzsaal  in
Verbindung  steht;  der  früher  große  Wirtschaftshof  mit  Scheune  ist  mit
zwei  Reihen  kleiner  Wohngebäude  besetzt,  deren  Mieter  den  ärmeren
Volksklassen  angehören  und  auf  billige  Wvhimngen  angewiesen  sind.
Der  Brunnen  befindet  sich  dicht  an  der  Abwässergrnbe  und  steht  wegen
seiner  geringen  Tiefe  höchstwahrscheinlich  mit  dieser  im  Zusammenhang,
worauf  auch  zwei  dort  aufgetretene  Fälle  von  Typhus  hinzuweisen  scheinen.
Daß  solche  überaus  ungenügenden  sanitären  Zustände  geduldet  werden,
ist  unverständlich.
Die  Anzahl  der  ständig  bewohnten  Gebäude  in  der  Gemarkung
Kleinschönebeck  außerhalb  des  alten  Dorfes,  hauptsächlich  also  Fichtenau,
beträgt  177  mit  359  Haushaltungen/  das  ist  durchschnittlich  2,02  auf
das  bewohnte  Gebäude.  Diese  Haushaltungen  verteilen  sich,  wie  folgt:

74

Gebäude  mit  1  Haushaltung  (en)  —  74

59

„  „  2

„  =  118

22

,,  3

„  =  66

U

..  4

—  44

9

„  5

»  —  46

2

»  ,,  6

„  =  12

Sa.:  369

Diese  Zahlen  sind  durchweg  erfreulich;  sie  beweisen,  daß  die  Einund ­
  Zweifamilienhäuser  durchaus  herrschend  sind  und  bauliche  Auswüchse
selten  ivaren.
Die  Bevölkerung  selbst  scheidet  sich,  wie  schon  aus  der  Benierkung
„ständig  bewohnte  Gebäude"  hervorgeht,  in  ständige  Bewohner  und
zeitweise,  die  hier  ihren  zweiten  Wohnsitz  haben  und  nur  die  schönen
Monate  auf  dem  Lande  verbringen.  Diese  konnten  in  der  Statistik  nicht
erfaßt  werden,  da  sie  nicht  in  der  Gemeinde  zur  Einkommensteuer  ver-‘)
  Im  Gegensatz  zur  Volkszählung,  die  jedes  Haus  als  solches  zählt,  stellen  die
Gemeindelisten  wirtschaftliche  Einheiten  dar,  z.  B-  wird  ein  Bauernhof  mit  getrennten
Wohngebäuden  des  Besitzers  und  Arbeiters  als  ein  Wohngebäude  aufgenommen,
ebenso  sind  im  Garten  oder  auf  dem  Hofe  liegende,  zum  Grundstück  gehörige  Nebenhäuser, ­
  zusammen  mit  dem  Hauptgebäude  als  ein  Wohnhaus  aufgeführt.
            
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