Full text : Wirtschaft als Leben

Über  die  „Grundbegriffe“  I.

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Beispiel:  In  einer  überaus  breit  angelegten  „Ökonomistischen  Methodologie“ ­
  *)  ist  auf  den  Ausdruck  „Grundbegriffe“  in  keiner  Weise  Rücksicht ­
  genommen.  Danach  wäre  also  auch  im  nationalökonomischen
Verwendungsbereich  diese  Bezeichnung  weder  unmittelbar  noch  mittelbar
ernst  zu  nehmen.  Es  ist  noch  viel  eher  begreiflich,  und  muß  dennoch
auffallen,  wenn  man  in  großen  Wörterbüchern  der  Wissenschaft  nach
einem  Artikel  „Grundbegriffe“  vergeblich  sucht.
Keine  zweite  Wissenschaft  mag  diesen  Ausdruck  so  beharrlich  im
Munde  führen,  und  mit  dem  gleichen  Vertrauen  auf  seine  unmittelbare
Verständlichkeit,  wie  es  für  die  Nationalökonomie  gilt.  Diese  Vielverwendung,
  und  diese  ruhige  Sicherheit  in  der  Verwendung,  das  sind
nicht  die  einzigen  Anzeichen  dafür,  daß  der  Ausdruck  „Grundbegriffe“
innerhalb  der  Nationalökonomie  ein  besonderes  Relief  gewinnt;  gleichgültig, ­
  ob  er  hierbei  durch  den  Zusatz  „nationalökonomisch“  ausdrücklich ­
  für  diese  Wissenschaft  beansprucht  wird,  oder  ob  ihm  dieser  Zusatz
nur  im  stillen  beigedacht  wird.  Noch  zwei  bezeichnende  Umstände
stimmen  hier  ins  Bild.
Seine  Verwendung  ist  ernst  genug  genommen  worden,  um  ihr
aus  P ers önlichen  Anschauungen  heraus  zu  widersprechen.  Widerspruch ­
  ist  da  sowohl  im  Stoß,  wie  in  der  Parade  erfolgt.  H.  Dietzel
wendet  sich  in  neueren  Ausführungen  2 )  ganz  ausdrücklich  gegen  den
national  ökonomischen  Brauch,  von  „Grundbegriffen“  zu  reden.  Andere
Wieder,  die  für  ihren  Teil  diesen  Ausdruck  vermeiden,  begründen  es
■  warum  sie  aus  gleichen  Anlässen  von  etwas  anderem  sprechen,
'-um  Beispiel  von  „Erscheinungen“;  so  hält  es  F.  v.  Wies  er  in  der
S e  ankenreichen  Einleitung  zu  seinem  Buch  „Ursprung  und  Hauptgese
 tze  des  wirtschaftlichen  Güterwertes“.
Es  *  f  *
ist  zwar  gewagt,  in  solch  ausschließendem  Sinne  etwas  zu  beökonc^
 11 '  a ^ Cr  ^  Staube  nicht,  daß  auch  außerhalb  der  Nationalder
  R  ^  * r £ enc lwo  Aussagen  fänden,  die  überSinn  und  Geist
ökonom' e ^ C ^ nUn ^  ”^ ru ndbegriffe“  erflossen  sind.  In  der  Nationaldieses
  Sdil  ^  dies  i eden ^ a ' ls  wiederholt  geschehen.  Die  Aussagen
Beme  k  a ^ es  ^ e B en  sich  in  der  Regel  zwar  nur  als  eingeflochtene
nur  n  t"  r  T'  ^ ie  sind  im  ganzen  sehr  spärlich,  und  das  erscheint
Anf  1C  "  ^ aS  s ’ e  in  Angriff  nehmen,  besagt  so  etwas  wie  den
nicht  leicht” 1  ^ nfangl ‘i  Bis  dahin  aber  greift  eine  junge  Wissenschaft
Klammer  zuriic k-  Von  solchen  Aussagen  nun  einige  Proben;  in  der
2 esa gt,  sind  sie  durchaus  nicht  blind  herausgegriffen,  nur  ist
2\  -p,  Cm  lst  f  v '  Gans-Ludassy,  Die  wirtschaftliche  Energie,  i.Bd.,  Jena  1893.
oretische  Sozialökonomik“,  in  Wagner,  Lehr-  und  Handbuch.
            
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