Schluß.
Z”apitel
Die Grenzen des Geldes.
1.
Überblicken wir die vorstehenden Ausführungen, um ihr
Ergebnis in möglichster Kürze zusammenzufassen, so dürfte das
Folgende festzustellen sein:
ı. Das Wesen des Geldes wird heute noch vielfach verkannt,
und die Irrtümer haben manche verleitet, seine Bedeutung zu über-,
aber auch zu unterschätzen. So scheitern gewisse Versuche der
Abschaffung des Geldes schon deshalb, weil es ihren Vertretern
an Klarheit darüber mangelt, was dem Gelde wesentlich und was
nur irgendwie zufällig mit ihm verknüpft ist. Alle diese Lehren
und Vorschläge (vgl. oben das 6. bis 9. Kapitel) können bei der
zusammenfassenden Würdigung des Hauptproblems unbeachtet
bleiben.
2. Die hiernach verbleibenden Theorien der geldlosen Wirtschaft
(4. und 5. Kapitel) lassen die Grenzen erkennen, die dem
Geld seinem Wesen nach gesetzt sind. Sie stehen insoweit durchaus
im Einklang mit der im ersten Teil der Arbeit versuchten
Klarstellung der Wesenheiten des Geldes,
3. Andererseits aber haben sich auch im Hinblick auf die
geldlose Wirtschaft gewisse Zweifel nicht unterdrücken lassen:
ob die theoretisch denkbaren, d. h. keine inneren Widersprüche
aufweisenden /Naturalwirtschaftstypen auch praktisch
iurchführbar sind. Die Untersuchung der letzteren Frage
war hinter der Prüfung der ersteren bisher ausdrücklich zurückgestellt
worden, da diese bereits die Ablehnung mehrerer Reformpläne
begründete. Nunmehr tritt das Problem der Zweckmäßigkeit,
der praktischen Vorzüge und Nachteile der geldlosen Wirtschaft
gegenüber der (zeldwirtschaft um so schärfer hervor,