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Verlag von Gustav Fischer in Jena
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Voikswirtschafiliche Theorien
Merkantilismus, Individualismus,
Sozialismus. Bolschewismus, Imnerialismus
Von
Prof. Dr. Carl von Tyszka, Hamburg
(VI, 136 S. gr. 8°) 1920. Mk 11.—, geb. Mk 16,-
Inhalt: ı. Sozialwirtschaftliche Strömungen im ausgehenden Mittelalter bis zum
Bauernkrieg. 2. Die Entstehung der Volkswirtschaft und das Merkantilsystem. 3. Malthus
und das Bevölkerungsproblem. 4. Das Naturrecht und die physiokratische Lehre. 5. Die
klassische Nationalökonomie. 6. Der extreme Individualismus und die „Manchestertheorie‘‘,
7. Das Aufkommen des „utopischen‘‘ Sozialismus und Kommunismus im Staatsroman. 8, Der
„utopische‘* Sozialismus und Kommunismus in der französischen Revolutionsperiode. 9. Der
„„wissenschaftliche“ Sozialismus, 10. Entartungserscheinungen des Sozialismus : Syndikalismus
und Bolschewismus, Anarchismus und Nihilismus. 11 Der Agrarsozialismus und die Boden-
reform. 12. Das nationale System und seine Überspannung im Imperialismus. 13. Die Frei-
handelslehre. 14. Abschließende Betrachtungen und Ausblick in die Zukunft.
Die Schrift ist entstanden aus einigen Vorträgen, die der Verf, in einem Ausbildungs-
kursus für Finanzbeamte gehalten hat, Sie bietet in chronologischer Reihenfolge eine kurze
Übersicht über die verschiedenen volkswirtschaftlichen Theorien und Probleme, deren Erör-
terung gegenwärtig an der Tagesordnung ist, Dabei zeigt sich, daß auf diesem Gebiet zum Teil
recht schiefe Vorstellungen herrschen, die mit dazu beigetragen haben, die politische Ver-
wirrung noch zu vergrößern.
Die Schrift will daher in erster Linic aufklärend wirken, indem sie die verschiedenen
volkswirtschaftlichen Theorien, kritisch gewürdigt, vorführt. Dem Leser wird gezeigt, wie
zu verschiedenen Zeiten über die Gestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse gedacht wurde,
welche grundverschiedenen, ja entgegengesetzten Theorien über das, was die Menschen für
einen glückseligen Zustand hielten, aufgestellt wurden, wie die einen alles Heil von ciner
straffen Organisation, die anderen von der größtmöglichen Freiheit erwarteten, wie die einen
das Glück der Menschheit in der vollständigen Gütergemeinschaft, die anderen in der Aufrecht-
erhaltung des Sondereigentums sahen, Auffällig erscheint dabei die so häufige Wiederkehr
gleicher oder doch ähnlicher Gedanken zu recht verschiedenen Zeiten. Das alte berühmte Wort
Ben Akibas: „Es ist alles schon einmal dagewesen‘ bewahrheitet sich auch auf diesem Gebiete.
Eine leicht verständliche, dabei aber doch fesselnde und inhaltreiche Darstellung macht
das Buch geeignet. in weitesten Kreisen verbreitet zu werden.
Frühere Schriften von C. v. Tyszka:
Die Lebenshaltung der arbeitenden Klassen in den bedeuten-
deren Industriestaaten (England, Deutschland, Frankreich, Belgien und
Vereinigte Staaten von Nordamerika). (1, 695. gr. 8%) 1912, Mk 2.30
Das weltwirtschaftliche Problem der modernen Industriestaaten.
(VIL 2108. gr. 8°.) 1916. Mk 5.60
Vom Geist in der Wirtschaftspolitik. Gedanken über die Möglichkeiten
internationaler Verständigung in Wirtschaftsfragen. (615. gr.8°%.) 1919. Mk 3.60
Die Sozialisierung des Wirtschaftslebens. Grundsätzliches über Mög-
lichkeiten und Notwendigkeiten. (V, 7958. gr. 8%.) 1919. Mk 3,50
Grundzüge der Finanzwissenschaft. Mit besonderer Berücksichtigung der
Reichsfinanzreform von 1919/20. (VIL 348 8. er. 89.) 1920. Mk 24,—, geb. Mk 32 -