Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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XII.  Kapitel.

1.

2.

3.

4.

5.

Virtuelle

G'

Umlaufs-GU



G'U'

G

gesch  windig  -
keit

GU+G’Ü'

GU+G'U'

1904

4,2

107

0,11

0,89

1905

4,5

125

0,10

0,90

1906

4,3

132

0,10

0,90

1907

4,4

129

0,10

0,90

1908

4,0

107

0,10

0,90

1909

4,1

124

0,09

0,91

1910  (s.  S.  415)

4,4

134

0,08

0,92

1911  „  „  „

4,7

131

0,08

0,92

1912  „  „  „

4,8

144

0,08

0,92

Aus  der  zweiten  Kolonne  entnehmen  wir,  daß  die  Depositen  (Gr')  nicht
nur  absolut,  sondern  auch  relativ  zum  Gelde  (G)  zugenommen  und  das  in
Umlauf  befindliche  Geld  von  einem  Geringen  über  das  Dreifache  bis  zu  einem
Geringen  über  das  Vierfache  verändert  haben.  Mit  Ausnahme  einer  einzigen
Zahl  war  die  für  das  Panikjahr  1907  gegebene  Ziffer  die  höchste  von  allen,
und  das  im  darauffolgenden  Jahre  stattgefundene  Sinken  bedeutet  das
stärkste  Fallen  in  der  ganzen  Tabelle.
Die  dritte  Kolonne  zeigt  die  „virtuelle“  Umlaufsgeschwindigkeit  des
Geldes,  die  die  Idee  zur  Grundlage  hat,  daß  die  gesamte  Austauscharbeit,
und  zwar  auch  die  durch  Schecks  vollzogene,  indirekt  tatsächlich  die  Arbeit
des  Geldes  war.  Diese  Umlaufsgeschwindigkeit  ist  einfach  der  Quotient
aus  der  insgesamt  ausgeführten  Austauscharbeit,  dividiert  durch  das  gesamte
in  Umlauf  und  in  den  Banken  befindliche  Geld.
Wir  bemerken,  daß  diese  virtuelle  Umlaufsgeschwindigkeit  des  Geldes
oder  seine  Fähigkeit,  den  Austausch  zustande  zu  bringen,  um  ungefähr
50  Prozent  zugenommen  hat.  Allerdings  ist  dieses  Wachsen  in  der  Geschwindigkeit ­
  dann  und  wann  durch  ein  plötzliches  Fallen  unterbrochen
worden,  doch  war  dieses  mit  Ausnahme  des  dem  Krisisjahre  1907  folgenden
Jahres  stets  von  geringer  Bedeutung.
Die  vierte  und  die  fünfte  Kolonne  bringen  die  Lösung  der  so  lebhaft
diskutierten  Frage  der  relativen  Bedeutung  der  durch  Scheck(G'TJ')  und  der
durch  Geld  (GU)  vollzogenen  Transaktionen—einer  Frage,  der  viele  Autoren
über  diesen  Gegenstand,  einschließlich  Kinley,  große  Aufmerksamkeit  geschenkt ­
  haben.  Wir  finden,  daß  im  Jahre  1896  ungefähr  14  Prozent  und  im
Jahre  1909  ungefähr  9  Prozent  der  in  den  Vereinigten  Staaten  durchgeführten ­
  Geschäfte  mittelst  Geld  vollzogen  worden  sind.  Mit  anderen  Worten:
            
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