Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Das  Problem,  die  Kaufkraft  stabiler  zu  gestalten.

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Im  Jahre  1896  wurden  ungefähr  86  Prozent  und  im  Jahre  1909  ungefähr
91  Prozent  der  gesamten  Austauscharbeit  durch  Schecks  ausgeführt x ).
Diese  Zahlen  bieten  wohl  die  erste  ziemlich  genaue  Festsetzung  der
relativen  Bedeutung  von  Scheck-  und  Geldtransaktionen.  Sie  bestätigen
die  Überzeugung 2 ),  daß  die  Rolle,  die  die  Schecks  in  den  Umsätzen  des
Landes  spielen,  substantiell  an  Bedeutung  zugenommen  hat.  Der  obwaltende ­
  Eindruck,  daß  sie  neun  Zehntel  aller  Transaktionen  bilden,  ist
ebenfalls  als  richtig  erkannt  worden.

XIII.  Kapitel.
Das  Problem,  die  Kaufkraft  stabiler  zu  gestalten.
§1-Wir
  haben  gesehen,  daß  die  Kaufkraft  des  Geldes  (oder  deren  reziproker
Wert,  das  Preisniveau)  ausschließlich  von  fünf  Faktoren  abhängt,  nämlich:
von  der  Quantität  des  in  Umlauf  befindlichen  Geldes,  von  dessen  Umlaufsgeschwindigkeit, ­
  von  der  Quantität  der  dem  Scheckverkehr  unterworfenen
Depositen,  von  deren  Umlaufsgeschwindigkeit  und  vom  Handelsvolumen.
Eine  jede  dieser  fünf  Größen  hängt  von  einer  Anzahl  tieferliegender  Ursachen ­
  ab,  die  aber  mit  Ausnahme  der  nachstehenden  nicht  voneinander
abhängig  sind:
1.  Die  dem  Scheckverkehr  unterworfenen  Depositen  hängen  von  dem
in  Umlauf  befindlichen  Gelde  ab;  unter  normalen  Umständen  variieren
diese  beiden  Faktoren  in  derselben  Richtung.
2.  Bei  einer  Erhöhung  des  Handelsvolumens  hat  auch  die  Umlaufs  -
geschwindigkeit  des  Geldes  und  der  Depositen  die  Tendenz  zu  steigen.
3.  Zwei  oder  mehr  der  fünf  Faktoren  können  von  einer  gemeinsamen
Ursache  oder  gemeinsamen  Ursachen  abhängen,  und  daher  indirekt  zueinander ­
  in  Beziehung  stehen.  Ein  und  dieselbe  Erfindung  kann  so  sowohl
in  der  Geschwindigkeit  des  Geldes  als  auch  in  der  Geschwindigkeit  der
Depositen,  ebenso  im  Gelde  wie  im  Handel  oder  ebenso  in  den  Depositen
x )  Bezüglich  einer  Erörterung  dieser  Zahlen  siehe  §  12  des  Anhanges  zu  diesem
(XII.)  Kapitel,  woselbst  Vergleichungen  mit  Kinleys  Resultaten  vorgenommen  wurden.
2 )  Siehe  z.  B.  Cannon  über  Clearing-Häuser  unter  den  Reports  of  the  Monetary  Commission ­
  1910.
            
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