Full text: Die Kaufkraft des Geldes

Beziehungen der Kaufkraft des Geldes zur Verkehrsgleichung. 
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GU =pQ 
+ p' Q' 
+ v" Q" 
+ usw. 
Die rechte Seite dieser Gleichung ist die Summe von Produkten von 
der Form pQ — ein Preis multipliziert mit einer gekauften Quantität. In 
der Mathematik ist es Brauch, eine derartige Summe von Produkten, die 
alle dieselbe Form haben, dadurch abzukürzen, daß „5“ als ein Symbol 
der Addition angewandt wird. Dieses Symbol bedeutet keinesfalls eine 
Größe, wie dies bei den Symbolen G, U, p, Q usw. der Fall ist. Das Zeichen 
stellt nur die Operation des Addierens vor und ist folgenderweise zu lesen: 
„die Summe von Produkten von folgender Form“. Die Verkehrsgleichung 
kann daher geschrieben werden: 
GU = 2pQ,. 
Das heißt, die Größen Ä, G, U, p und Q beziehen sich auf das ganze Gemein 
wesen und auf ein volles Jahr, aber sie beruhen und beziehen sich auf die 
entsprechenden Größen für die individuellen Personen, aus denen sich das 
Gemeinwesen zusammensetzt, auf die individuellen Zeitpunkte, aus denen 
das Jahr besteht * x ). 
Die algebraische Ableitung dieser Gleichung ist natürlich in der Haupt 
sache die gleiche wie die vorher gegebene arithmetische Ableitung. Sie be 
steht einfach in der Addition der Gleichungen für alle individuellen Käufe 
innerhalb des Gemeinwesens während des Jahres 2 ). 
Mittelst der Gleichung GU = 2p Q können die in diesem Kapitel weiter 
oben dargelegten drei Theoreme nun folgendermaßen ausgedrückt werden: 
seinen trefflichen aber wenig geschätzten Principles of Political Economy, New York (Harper 
1885, S. 346, gegeben worden. Eine solche findet sich auch bei Edgeworth im „Report on 
Monetary Standard“, sowie im Report of the British Association for the Advancement of Science, 
1887, S. 293 und bei A. T. Hadley, Economics, New York (Putnam), 1896, S. 197. Siehe auch 
Irving Fisher, „The Röle of Capital in Economic Theory“, Economic Journal, December 
1899, S. 515—521 und E. W. Kemmerer, Money and Credit Instruments in their Relation 
to general Prices, New York (Holt), 1907, S. 13. Obwohl die Quantitätstheorie auch erst 
seit wenigen Jahren mathematisch ausgedrückt worden ist, so ist ihre Aufgabe, die 
Wechselbeziehungen zwischen den Faktoren: Geldquantität, Umlaufsgeschwindigkeit und 
Umsatz festzustellen, schon seit langer Zeit erkannt worden. Vgl. Mill, Principles of Poli 
tical Economy, Bd. III, Kap. VIII, § 3. Das Hauptverdienst, die Theorie lanciert zu 
haben, gebührt wohl Ricardo. 
x ) Über die Beziehungen zwischen diesen Größen (für das ganze Gemeinwesen und 
das volle Jahr) und den entsprechenden elementaren Größen für jedes Individuum und 
jeden Zeitpunkt vgl. § 4 des Anhanges zu diesem (II.) Kapitel. 
s ) Siehe § 6 des Anhanges zu diesem (II.) Kapitel.
	        
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