Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Indirekte  Einflüsse  auf  die  Kaufkraft.

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Leistungen  der  Menschen  untereinander  gegründet,  entsprechend  den  geographischen ­
  Unterschieden  der  einzelnen  Länder.  I n  ihrem  Zusammenwirken ­
  führen  diese  beiden  Umstände  zu  lokalen  Spezialisierungen,  durch
welche  beispielsweise  die  Stadt  Sheffield  für  ihre  Messerschmiedeware  Meißen
für  Porzellan,  Venedig  für  Glas,  Paterson  für  Seide  und  Pittsburg  für  seinen
Stahl  ihr  Renommee  erworben  haben.
1  c.  Außer  den  lokalen  und  persönlichen  Differenzierungsgründen  übt  die
Kenntnis  des  Produktionsprozesses  einen  Einfluß  auf  den  Handel  aus  Die
Bergwerke  Afrikas  und  Australiens  wurden  jahrhundertelang  unberührt  gelassen ­
  von  den  unwissenden  Eingeborenen  und  wurden  erst  durch  weiße
in  der  Wissenschaft  der  Metallurgie  bewanderte  Menschen  geöffnet.  In
China  warten  ausgedehnte  Kohlenfelder  ihrer  Ausbeutung,  hauptsächlich
wegen  mangelnder  Kenntnis,  wie  Kohle  zu  fördern  und  wie  ihr  Vertrieb  zu
organisieren  ist.  Ägypten  wartet  auf  das  Kommen  wissenschaftlichen  Ackerbaues, ­
  um  eine  Ausdehnung  seines  Handels  zu  erfahren.  Die  Zahl  der  Gewerbeschulen ­
  in  Deutschland,  England  und  in  den  Vereinigten  Staaten
die  die  Kenntnis  produktiver  Technik  steigern  und  ausbreiten,  ist  in
dauernder  Zunahme  begriffen.
1  d.  Wenn  aber  diese  Kenntnis  von  Nutzen  sein  soll,  so  muß  sie  angewandt ­
  werden,  und  ihre  Anwendung  erfordert  gewöhnlich  die  Unterstützung ­
  durch  Kapital.  Je  größer  und  je  produktiver  das  Kapital
m  einem  Gemeinwesen  ist,  desto  mehr  Güter  kann  es  in  den  Strom  des
Handels  bringen.  Eine  Fabrik  kann  eine  Stadt  zu  einem  Zentrum  des
Handels  machen.  Docks,  Getreidespeicher,  Lagerhäuser  und  Eisenbahnendstationen ­
  tragen  dazu  bei,  einen  bloßen  Ankerplatz  in  einen  Handelshafen ­
  zu  verwandeln.
Da  die  Zunahme  im  Handel  zu  einer  Verminderung  des  allgemeinen
Preisniveaus  beiträgt,  so  trägt  alles  das,  was  den  Handel  erhöht,  gleichfalls
zu  einer  Herabsetzung  des  allgemeinen  Preisniveaus  bei.  Wir  können  daher ­
  hieraus  folgern,  daß  zu  den  Ursachen,  die  eine  Verminderung  der  Preise
herbeiführen,  zunehmende  geographische  oder  persönliche  Spezialisierung,
Verbesserungen  in  derProduktionstechnik  und  die  Akkumulation  von  Kapital
gehören.  Die  Geschichte  des  Handels  beweist,  daß  alle  diese  Ursachen
während  einer  langen  Zeit,  das  letzte  Jahrhundert  inbegriffen,  in  zunehmendem ­
  Maße  wirksam  gewesen  sind.  Infolgedessen  war,  soweit  diese  Quellen
in  Betracht  kommen,  eine  beständige.  Neigung  zu  einem  Fallen  der  Preise
vorhanden.
2  a.  Wenden  wir  uns  der  Seite  der  Konsumenten  zu.  Es  ist  offenbar
daß  ihre  Bedürfnisse  von  Zeit  zu  Zeit  wechseln.  Dies  ist  sogar  bei  dem
            
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