Full text: Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

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zeutischen Anstalt überwiesen, an deren Stelle dann die Opium- 
pastenfabrik des Monopolamts trat. Es werden durch das Monopol 
amt drei Sorten Tschandu von verschiedener Güte hergestellt. Zur 
ersten Sorte wird indisches, zur zweiten und dritten Sorte haupt 
sächlich persisches und chinesisches Opium verwendet. Die folgende 
Tabelle zeigt, welche Quantitäten während der Geltung des Gesetzes 
verkauft und welche Summen dafür vereinnahmt wurden. 
Jahr 
Verkaufte Mengen in kg 
Gesamtpreis 
1. Sorte 
2. Sorte 
3. Sorte 
zusammen 
in Yen 
1897 
1 014 
7 331 
42 845 
51 190 
930 314,955 
1898 
2 370 
23 051 
134 102 
159 523 
3 434 775,539 
1899 
3 047 
43 584 
151 242 
197 873 
4 480 122,397 
1900 
11 194 
51 160 
138 573 
200 927 
4 673 868,092 
1901 
17 876 
24 088 
95 528 
137 492 
3 542 951,830 
1902 
22 881 
10 919 
92 894 
126 694 
3 191 762,667 
1903 
41 862 
2 222 
95 146 
139 230 
3 730 923,469 
1904 
54 106 
166 
93 247 
147 519 
4 129 900,516 
1905 
66 965 
65 
90 834 
157 864 
4 627 786,275 
1906 
84 126 
49 
70 914 
155 089 
4 914 741,648 
1907 
95 639 
1 
45 482 
141 122 
4 852 889,613 
1908 
107 527 
— 
35 483 
143 010 
5 126 342,114 
1909 
102 115 
— 
45 865 
147 980 
5 123 130,831 
Wie die Herstellung, so wurde auch der Vertrieb des Tschandu 
von dem Monopolamt übernommen. Das Monopolamt versendet das 
Tschandu an die Distriktämter, und diese liefern den erforderlichen 
Bedarf unter Gewährung von gewissem Rabatt an vertragsmäßig 
verpflichtete formosachinesische Zwischenhändler, die dann ihrerseits 
das Tschandu zu festen Tarifsätzen an bestimmte formosachinesische 
Wiederverkäufer zum Kleinhandel weitergeben. Man hat aber nicht 
nur den Opiumhandel, sondern auch die Haltung von Opiumhöhlen 
sowie Herstellung und Vertrieb von Opiumrauchzeug von staatlicher 
Konzession abhängig gemacht. Konzessioniert waren Ende 1909 
insgesamt 1032 Personen, und zwar:
	        
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