Full text : Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

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Schuppen  niederfällt.  Der  Hauptbestandteil  des  Giftes  ist  Haemorrhagin;
  Haemolysin  und  Neurotoxin  sind  darin  nur  in  geringem  Maße
enthalten.  Das  getrocknete  Gift  tötet  Meerschweinchen  im  Verhältnis ­
  von  5  mg  pro  1  kg  Körpergewicht.  In  der  Regel  ruft  das  Gift
heftige  lokale  Entzündung  und  Gewebsnekrose  hervor.  Der  Biß  der
Schlange  ist  selten,  aber  äußerst  gefährlich.
2.  Trimeresurus  gramineus  Shaw.
Syn.:  Tr.  viridis,  erythrurus  usw.
Diese  Schlange,  Baum-  oder  Kletterlochotter  genannt,  lebt  auf
den  Bäumen  und  ist  in  Gebirgsgegenden  fast  überall  anzutreffen.
Sie  hat  durchschnittlich  eine  Ränge  von  60  cm,  wovon  auf  den
greiffähigen  Schwanz  ein  Fünftel  entfällt.  Ihr  Kopf  ist  groß,  der
Scheitel  mit  sehr  kleinen  Schuppen  bedeckt,  das  Supraokularschild
auffallend  umfangreich.  Der  schlanke  Reib  ist  mit  21  Reihen  gekielter ­
  Schuppen  bedeckt;  auf  jeder  Seite  zieht  sich  eine  weiße  Rinie
von  der  Schläfe  bis  zum  Schwanz  hin.  Der  Schwanz  ist  schlank  und
am  Ende  rötlichbraun  oder  dunkelbräunlich  gefärbt,  während  die
Schlange  im  übrigen  gelblichgrün  aussieht.  Ihr  Gift  produziert  sie
nur  in  kleinen  Mengen.  Es  ist  hellgelb  und  fällt  beim  Eintrocknen
in  Gestalt  schöner  goldgelber  Schuppen  nieder.  Der  Biß  der  Schlange
ist  sehr  häufig  und  verursacht  heftige  Entzündung.  Diese  geht  jedoch
regelmäßig  in  Heilung  über;  der  Tod  tritt  äußerst  selten  ein.
j.  Trimer  esurus  mucrosquamatus  Cantor.
Diese  Schlange  unterscheidet  sich  von  Trimeresurus  flavoviridis
der  Riukiuinseln,  mit  dem  sie  im  übrigen  viel  Ähnlichkeit  hat,  durch
eigentümliche  zickzackförmige,  an  den  Rändern  schön  goldgelb  gesäumte ­
  Rückenflecke.  Der  Scheitel  des  starken  Kopfes  ist  mit
kleinen  Schuppen  und  zwei  großen  Supraokularschildern  bedeckt.
In  dem  kleinen  Oberkiefer  sitzt  auf  beiden  Seiten  ein  langer  Giftzahn ­
  sowie  ein  Ersatzzahn.  Der  schlanke  Reib  ist  mit  25—27  Reihen
gekielter  Schuppen  bekleidet.  Die  Schlange  erreicht  nicht  selten
eine  Ränge  von  125  cm  und  mehr.  Der  Schwanz  ist  sehr  schlank.
Die  in  den  Giftdrüsen  enthaltene  Flüssigkeit  ist  gelblich,  reagiert
schwach  sauer  und  zeigt  Biuretreaktion;  durch  Eintrocknen  wird
sie  zu  einer  sehr  schönen  gelblichen  kristallinischen  Masse.  Diese
            
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