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men können.“ UndTacitus gibt folgende Schilderung von
den Frauen, die die Männer in den Krieg begleiteten: „Sie
sind die trautesten Zeugen seiner Taten, die Beifallspender
seiner Tapferkeit, gleich geliebt und geehrt. Die Verwundeten
suchen ihre Mütter und Weiber auf; unerschrocken
vor ihrem Anblick, zählen die Frauen jede ehrenvolle
Wunde und saugen das hervorquellende Blut auf. Sie sind
sogar kühn genug, sich unter die Kämpfenden zu mischen,
um Erfrischungen auszuteilen und sie zu Taten der Tapferkeit
anzufeuern.“ Und er fügt hinzu: „Es ist eine Eigenheit
der Germanen, sich mit einem Weib zu begnügen,
sowie auch die Frau sich mit einem Manne begnügt,
gleichwie mit einem Leben, einem Leib und einer Seele.“
Es war unabwendbar, daß durch die Söhne solcher Frauen
die Söhne der parasitischen Römerinnen von der Erde hinweggefegt
werden mußten, so wie die Jungen der in Gefangenschaft
lebenden Kanarienvögel im Kampf mit den Jungen
der frei lebenden unterliegen.
Wieder und wieder, in ermüdender Wiederholung, spielt
sich dieselbe Entwicklung ab. Bei den Juden sehen wir in
den Tagen der Gesundheit und des Wachstums die Frauen
den Hauptteil der landwirtschaftlichen und häuslichen Arbeit
leisten, stets sich mühen und sorgen, von Rahel angefangen,
der Jakob begegnete, als sie die Herde ihres Vaters
tränkte, bis zu Ruth, der Ahnherrin einer Königsund
Heldenreihe, die Boas im Felde beim Ährenlesen antraf;
von Sarah, die für Abrahams prophetische Gäste die
Kuchen knetete und buk, bis zu Miriam, der Prophetin und
Sängerin und zu Deborah, die unter den Palmen wohnte
und über die Kinder Israels Recht sprach, „und das Land
war stille vierzig Jahre“.
Überall erscheint die Frau bei den alten Juden als eine
erhaltende Kraft ihres Volkes, und die jüdischen Schriften
enthalten das vielleicht vornehmste Bild der arbeitenden
Frau, das in irgendeiner Literatur zu finden ist, und